Eishockey

EHC Eisbären rutscht auf Platz drei ab

In München haben die Berliner Eisbären ihre vierte Saison-Niederlage einstecken müssen. Das Team fiel in der Tabelle hinter die Hamburg Freezers zurück.

So richtig liegt München den Eisbären noch nicht. Vergangene Saison, als der dort beheimatete EHC ein Neuling in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) war, da stellten sich die Berliner nicht besonders geschickt an. Jetzt aber, so versicherte Manager Peter John Lee, würde jeder die Bayern ernster nehmen. Auf alle Spieler des Meisters kann das nicht zutreffen, denn sonst wäre der gestrige Abend in München wohl anders verlaufen. Kein einziges Mal waren die Berliner in Führung, kassierten so viele Gegentore wie noch nie in dieser Saison und verloren am Ende das zweite von insgesamt nun drei Spielen beim EHC – diesmal mit 3:5 (2:2, 1:3, 0:0). Verloren ist damit vorerst auch der zweite Platz in der Tabelle.

Vielleicht hatte das Spiel am Freitag, in dem alles so wunderbar lief und die Hannover Scorpions locker und leicht mit 6:1, dem höchsten Saisonresultat, geschlagen wurden, die Profis etwas leichtfertig werden lassen. Jedenfalls waren die Berliner weit von der Präzision und Effizienz dieser Partie entfernt. Was bei ihrer offensiven Spielweise vor allem zu einer Sache führt – zu Kontern des Gegners.

Die häuften sich vor allem im zweiten Drittel. Zuvor hatten die Berliner immer noch Anschluss halten können, Stefan Ustorf glich die erste Münchner Führung aus (11.), Darin Olver die zweite (19.). Dann aber wurden die Pässe zu ungenau, die Schüsse zu schwach. Insgesamt wirkten die Berliner unkonzentriert, nicht konsequent genug. Leichtfertige Fehler unterliefen dem Titelverteidiger mehrfach. Das provozierte einige Gegentore in schneller Folge, so dass die Eisbären bald mit 2:5 hinten lagen.

Trotz einiger Anstrengungen und neuem Torhüter, Rob Zepp kam zum letzten Drittel für den unter einem Schwächeanfall leidenden Kevin Nastiuk herein, gelang es den Berlinern nicht mehr, das Ergebnis noch einmal zu korrigieren. Jim Sharrow konnte lediglich auf 3:5 verkürzen (40.). Damit musste die Mannschaft von Trainer Don Jackson die bereits die zweite Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen. Insofern kommt ihr sicher entgegen, dass die nächste Partie wieder zu Hause stattfindet. Und zwar schon morgen. Allerdings ist der Gegner mit dem ERC Ingolstadt kein leichter.