Eishockey

Eisbären Berlin reisen zu formstarken Krefeldern

Nach drei Siegen sind die Eisbären wieder auf Erfolgskurs, zumal jeweils Spitzenteams bezwungen wurden. Mit Krefeld wartet nun ein Klub, der einen ähnlichen Lauf hat – und einen noch torlosen Stürmer, der eigentlich den Berlinern gehört.

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Nach Hause fuhren sie diesmal nicht. Weil an diesem Wochenende zwei Auswärtsspiele in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) für den EHC Eisbären auf dem Plan stehen, machten sich die Berliner von Ingolstadt direkt auf nach Krefeld, wo sie am heutigern Sonntag gegen die Pinguine antreten.

Auf so ein Spiel wie am Freitag würde EHC-Trainer Don Jackson dort lieber verzichten. Zwar gewann der Meister 5:4 n.P., doch nach dem ersten Drittel hatten die Eisbären schon 0:4 zurückgelegen. „Ingolstadt war besser als wir, wir hatten Glück“, sagt der US-Amerikaner. Allerdings mussten die Berliner auch viele Spieler ersetzen, was die Schwierigkeiten am Beginn teilweise erklärt.

Trotz der Probleme konnten die Eisbären mit dem Sieg in Ingolstadt in den vergangenen drei Partien alle Gegner aus den Top-Vier der Liga bezwingen. Mit Krefeld steht nun eine Mannschaft bevor, die gerade in Fahrt kommt. Zuletzt gewannen die Rheinländer drei Spiele. Sie hatten lange viele Verletzte, die kommen nun zurück. Das spiegelt sich in den Resultaten wider.

Für einen wird das zum Problem. Zu Saisonbeginn liehen die Eisbären den neu verpflichteten Toni Ritter an die Pinguine aus. Eigentlich nur für acht Spiele, doch der Zeitraum wurde noch einmal verlängert. Die Partie gegen den EHC könnte für den Stürmer die elfte und letzte im KEV-Trikot werden. „Wir entscheiden nach dem Wochenende, wie es weitergeht. Krefeld hat aber auch bald keinen Platz mehr für ihn“, sagt Manager Peter John Lee. Zum EHC wird der Stürmer, dem in Krefeld weder Tor noch Vorlage gelangen, kaum zurückkehren. „Wir müssen überlegen, was für seine Entwicklung am besten ist“, sagt Lee. Er würde den 21-Jährigen am liebsten an einen DEL-Klub oder einen Zweitligisten ausleihen.