Eishockey

Berliner Eisbären kommen langsam in Fahrt

Das 4:2 gegen Köln war der siebte Eisbären-Erfolg in Serie. Dabei spielten die Berliner bestenfalls durchschnittlich. Mittlerweile gewinnt der Deutsche Meister auch an schlechteren Tagen – was besonders am starken Powerplay liegt.

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Eigentlich wäre mehr drin gewesen für seine Mannschaft, fand Uwe Krupp. „Wir waren über 40 Minuten besser, hatten mehr und bessere Chancen“, sagte der Trainer der Kölner Haie. Gewonnen hat am Ende aber doch der EHC Eisbären , obwohl der Titelverteidiger der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht seinen besten Tag erwischte. „Dafür muss man ihnen Respekt zollen“, so Krupp.

Fast sieht es so aus, als würde beim Meister derzeit alles von allein laufen. „Wir haben viele Fehler gemacht“, sagte Trainer Don Jackson. Dennoch sprang der bereits siebte Sieg in Folge heraus. Weil trotz der Fehler ein paar Sachen ganz gut funktionieren. „Das Powerplay wird von Spiel zu Spiel stärker“, so Jackson. Gleiches gilt für das Unterzahlspiel. Drei Tore erzielte der Zweite mit einem Mann mehr, keines mussten die Berliner hinnehmen, als sie einer weniger waren.

Sonntag nach Iserlohn

Fraglich ist aber, ob das allein ausreicht, um auch im nächsten Spiel zu bestehen. Die Eisbären reisen Sonntag nach Iserlohn zum Tabellenfünften. Und die Roosters sind eine der beiden Mannschaften, die die Berliner, die ihren Sommerzugang Toni Ritter vorerst in die Zweite Liga nach Crimmitschau ausgeliehen haben, bislang schlagen konnten in dieser Saison. Die andere war Spitzenreiter Mannheim – und auch gegen die Adler setzten sich die Iserlohner bereits durch. Die Zielstellung jedenfalls gab Richie Regehr nach seinen ersten beiden Saisontoren gegen Köln schon mal aus: „Wir wollen Mannheim einholen, dazu brauchen wir jeden Punkt.“ Und insgesamt viel mehr Aufmerksamkeit als gegen die Haie.