Eishockey

Eisbären setzen Meisterparty mit Autokorso fort

Zum fünften Mal haben die Eisbären den Meistertitel geholt. Und das wird kräftig gefeiert – um 11.30 Uhr startet ein Autokorso von der Schaubühne über den Kudamm zum Brandenburger Tor. Allerdings wird der Freudentaumel etwas getrübt.

Die Party geht mit viel PS weiter: Mit einem Autokorso wollen die Eisbären Berlin an diesem Sonnabend ihre Meisterfeier fortsetzen. 16 Kilometer Freudentaumel - für einen wird es aber wohl auch eine Fahrt mit einem weinenden Auge. Stürmer Alexander Weiß verlässt den fünfmaligen Titelträger, er hat beim Konkurrenten aus Köln angeheuert. Weitere Personalentscheidungen sollen erst nach dem Partyrummel getroffen werden.

Doch erst einmal geben die Eisbären beim Feiern Gas. Um 11.30 Uhr startet der Autokorso an der Schaubühne am Lehniner Platz. Über den Kurfürstendamm geht's bis zum Brandenburger Tor. Der Konvoi endet an der Heimspielstätte am Ostbahnhof.

Nach dem Triumph am Dienstag mit dem dritten Sieg im dritten Finalspiel über die Grizzly Adams Wolfsburg durften die Cracks zwei Tage später beim offiziellen Meisterempfang schon wieder miteinander anstoßen. Manager Lee lobte auf dem Podium vor allem die Geschlossenheit das Teams. „Da ist jeder füreinander da“, sagte er. „Berlin ist stolz auf euch“, rief SPD-Politikerin und Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer der Mannschaft zu, als sie die Glückwünsche des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) überbrachte.

In welcher Konstellation das Meisterteam, das durch den 5. Titeltriumph mit Rekordchampion Adler Mannheim gleichzog, zusammenbleibt, wird sich noch zeigen. Immerhin stehen neben Meistertrainer Don Jackson, der in vier Jahren dreimal den Titel holte, auch die routinierten Profis Sven Felski und Steve Walker zur Disposition. „Darüber, dass Don ein Supertrainer ist, brauchen wir gar nicht zu reden“, sagte Lee. „Bei einer Vertragsverlängerung muss immer alles zusammenpassen.“

Der Kanadier setzt seit Jahren auf Kontinuität, aber nicht um jeden Preis. „Wir haben ein Saisonbudget, an das wir uns halten müssen. Eine Gehaltsverdoppelung wird garantiert nicht möglich sein. Wir müssen auf den finanziellen Rahmen achten“, sagte Lee dem „Berliner Kurier“. Jackson hatte schon während der Saison und auch nach dem Erfolg über Wolfsburg erklärt, weiter in Berlin bleiben zu wollen.

Der 36 Jahre alte Felski verkündete via „Bild“, ein Jahr dranzuhängen. Lee stellte dem Berliner aber keine Garantie für eine Vertragsverlängerung aus. Und Walker, der nach seinem verkündeten Karriereende im November 2010 zu den Eisbären zurückgekehrt war, ist mit 38 Jahren auch nicht mehr der Jüngste. „Ich habe gehört, dass er vielleicht gerne weitermachen möchte. Gerade habe ich aber null Idee, wie es mit ihm weitergeht“, so Lees Kommentar.

Fanfahrzeuge dürfen wieder mit im Korso fahren. Achtung es sind keine Busse zugelassen. Anmeldung ist nicht notwendig. Alle teilnehmenden Fahrzeuge reihen sich hinter dem Eisbären Korso ein.