Eishockey

DEL leitet Verfahren gegen Berlins Rankel ein

Auf die Schrecksekunden folgen Streit-Stunden: Ingolstadts Bruno St. Jacques war in der Partie gegen die Eisbären nach einem Zusammenstoß mit André Rankel zu Boden gegangen und kurz bewusstlos. Die Deutsche Eishockey-Liga hat nun ein Verfahren gegen Rankel eingeleitet.

Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat am Donnerstag auf Antrag des ERC Ingolstadt ein Verfahren gegen den Eisbärenspieler André Rankel eingeleitet. Die Bayern werfen dem Berliner Stürmer vor, mit einem unsauberen Check am Mittwochabend für die Verletzung ihres Verteidigers Bruno St. Jacques verantwortlich zu sein.

St. Jacques prallte im ersten Playoff-Spiel (5:3) nach einer unübersichtlichen Situation mit dem Kopf erst an die Bande und anschließend aufs Eis. Nach einer kurzen Bewusstlosigkeit wurde der Kanadier mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in ein Berliner Krankenhaus gebracht. Noch am Abend konnte Bruno St. Jacques allerdings mit seinem Team den Heimflug nach Ingolstadt antreten.

Während Ingolstadts Manager Jim Boni von einem Ellbogencheck spricht, betrachten die Berliner Verantwortlichen Rankels Aktion als nicht regelwidrig. „Ich habe mir die Szene sehr oft auf dem Video angesehen“, sagt Eisbärenmanager Peter John Lee am Donnerstag, „aber ein Foul war das auf gar keinen Fall“.

Rankel selbst, der von der Liga am Donnerstagmittag zu einer Stellungnahme aufgefordert wurde, wollte sich zu der Szene nicht äußern. „Ich kann dazu jetzt nichts mehr sagen“, verwies der Nationalspieler auf das schwebende Verfahren. Dieses muss die DEL bis spätestens Freitag 15 Uhr abgeschlossen haben, da beide Mannschaften am gleichen Tag um 19.35 Uhr erneut aufeinandertreffen.

Bereits zu Beginn der Saison stand Rankel im Mittelpunkt des Disziplinarausschusses der DEL, als die Liga ihn nach einem Check zum Kopf des Ingolstädters Dominik Walsh für sechs Spiele sperrte.