Niederlage gegen Düsseldorf

Eisbären haben kaum noch Hoffnung auf Platz eins

Nach der neuntägigen Länderspielpause taten sich die Eisbären schwer, wieder in Gang zu kommen. Die Berliner unterlagen bei der Düsseldorfer EG mit 0:1 (0:1, 0:0, 0:0).

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Ein paar Wochen erst ist es her, dass Sven Felski ein ziemlich beeindruckendes Jubiläum erleben durfte. Als erst dritter Spieler erreichte er die Marke von 850 Partien in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) – absolviert alle für einen Verein, den EHC Eisbären. Dies wurde gestern jedoch etwas in Schatten gestellt, denn während die Berliner in Düsseldorf antraten, wurde ein paar Kilometer weiter beim rheinischen Rivalen Köln Mirko Lüdemann geehrt – und zwar für sein 893. Spiel. Es ist der neue Rekord in der DEL, den Lüdemann mit der Partie gegen den EHC München von Andreas Renz (892) übernommen hat. Und wie Felski (36) bestritt auch der 37-Jährige alle Spiele für einen Verein. Für den Rekord gab es am Mittwoch einen goldenen Schläger, obwohl Lüdemann die Punkte sicher lieber gewesen wären. Die nahm nach dem 2:5 (2:2, 0:2, 0:1) jedoch München mit. Und wie der Rekordmann ging auch der Dritte der Dauerbrennerliste leer aus. Felski verlor mit den Eisbären bei der DEG 0:1 (0:1, 0:0, 0:0).

Der Start in die Schlussphase der Hauptrunde misslang dem Team von Trainer Don Jackson also, und die Hoffungen auf Platz eins dürften damit wieder geschrumpft sein. Denn gleichzeitig baute Tabellenführer Wolfsburg mit dem 4:2 (1:2, 2:0, 1:0) in Augsburg den Vorsprung auf die zweitplatzierten Eisbären auf sechs Punkte aus.

Nach der neuntägigen Länderspielpause taten sich die Eisbären schwer, wieder in Gang zu kommen. Die Berliner überließen dem Vierten der Tabelle – für den der Sieg in der eng umkämpften Liga, selbst der Letzte Köln kann sich noch Hoffnungen auf das Play-off machen, wesentlich wichtiger war als für die Gäste – lange das Feld und fielen nur durch Passivität auf. Den Rückstand, den sich die Eisbären in Unterzahl durch einen Treffer von Connor James einhandelten (16.), konnten sie in der Folge nicht mehr egalisieren, obwohl das Auftreten mit der Zeit besser wurde. Die Mannschaft von Jackson agierte offensiver, wurde sicherer in den Aktionen. Doch zweimal stand den Eisbären der Pfosten im Weg, erst nach einem Schuss von Derrick Walser (45.), dann nach einem Versuch von Tyson Mulock (49.).

Ausgerechnet da die Saison nun in die Entscheidung geht, blieben die Berliner erstmals ohne eigenen Treffer. Die Chance, sich in den verbleibenden sieben Spielen der Hauptrunde noch an die Spitze vorzuschieben, besteht allerdings weiterhin. Sie wäre jedoch wohl nur noch theoretischer Natur, sollten die Grizzly Adams Wolfsburg am Freitag, wenn die Berliner spielfrei haben, daheim gegen den ERC Ingolstadt gewinnen.