Eishockey

Eisbären verlieren die Tabellenführung

Elf Spiele in Folge haben haben die Eisbären gegen Iserlohn erfolgreich bestritten. Nun riss die Serie. Die Berliner mussten ein 3:4 einstecken. Und Wolfsburg übernimmt die Tabellenspitze.

Je länger eine Serie andauert, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie irgendwann ihr Ende findet. Und die Serie, die der EHC Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zuletzt gegen die Iserlohn Roosters mit sich herumtrug, die war für Eishockeyverhältnisse schon verdächtig lang. Ganze elf Spiele in Folge haben die Berliner gegen die Sauerländer erfolgreich bestritten. Trotz der weitgehenden Ausgeglichenheit in der Liga. Insofern waren die Roosters wohl einfach mal wieder dran. Und sie gewannen schließlich auch gegen die Eisbären, die nach dem Auswärtsauftritt am Seilersee mit einem 3:4 (0:1, 0:2, 3:1) im Gepäck wieder nach Hause fuhren.

Es passte dann auch alles irgendwie in diesem Spiel, den Berlinern fehlte das Glück, das ihnen sonst immer gewiss war gegen die Iserlohner. Bei den Gastgebern wiederum traten Profis, die an sich zu den besten der Liga gehören, aber in Partien gegen die Eisbären sonst so gut wie nie sonderlich auffallen, plötzlich groß in Erscheinung. Wie Michael Wolf und Robert Hock, die Scorermaschinen der Roosters. Während sie sonst bei den Aufeinandertreffen mit den Eisbären oft enttäuschend blass blieben, sorgten sie gestern fast allein dafür, dass die Serie zum Ende kam. Nationalstürmer Wolf traf in Überzahl zum 1:0 (6.), Reihenkollege Hock markierte glücklich das 2:0 (23.) und beide gemeinsam brachten im Powerplay Mark Ardelan so in Stellung, dass er zum 3:0 einschießen konnte (38.).

So deutlich wie das Ergebnis war das Spiel jedoch keineswegs. Beide agierten mit gutem Tempo, allerdings ergaben sich nicht besonders viele Chancen daraus. Mit den wenigen Möglichkeiten jedoch gingen die Roosters effizienter um als die Eisbären, die nach der Sperre von Angreifer Sven Felski und der Rückkehr von Verteidiger Richie Regehr ein paar kleine Umstellungen vornehmen mussten. Doch die Mannschaft von Trainer Don Jackson arbeitete hart, um nicht ohne Treffer aus der Partie zu gehen. So drückte Florian Busch den Puck erst im dritten Nachschussversuch zum 1:3 über die Linie (47.).

Das lockerte die Berliner offenbar etwas, wenig später verkürzte Travis James Mulock auf 2:3 (50.) und die Partie war plötzlich wieder offen. Die Eisbären gingen Risiko und nahmen den Torhüter raus. Jimmy Roy nutzte das allerdings zum 4:2 (60.) und Derrick Walser konnte nur noch den Anschlusstreffer erzielen (60.). Das reichte jedoch nicht dazu, die Tabellenführung, die die Berliner vor fünf Spieltagen übernommen hatten, zu behalten. Durch einen 4:3-Sieg bei den DEG Metro Stars überholten die Grizzly Adams Wolfsburg die Eisbären. Platz zwei immerhin behaupteten die Berliner vorerst, denn Krefeld verpasste es durch ein 1:2 bei den Kölner Haien, am morgen spielfreien EHC vorbeizuziehen.