Eishockey

Eisbären siegen an Beaufaits Ehrentag

Ein beinahe perfekter Nachmittag: Die Eisbären schlagen die Iserlohn Roosters 4:2, Manager Lee feiert seinen 55. Geburtstag und EHC-Idol Mark Beaufait wird für seine Verdienste geehrt.

Foto: picture-alliance/ dpa

Erst der zweite Tag des Jahres und schon so viele Gründe zu feiern. Die Eisbären schlugen die Iserlohn Roosters 4:2 (3:1, 1:1, 0:0), ihr Manager Peter John Lee wurde gestern 55 Jahre alt, und Stürmer Florian Busch, der nach seiner Sperre ebenso wieder dabei war wie André Rankel, beging seinen 26. Geburtstag.

Der eigentliche Star des gestrigen Nachmittags in der O2 World war allerdings Mark Beaufait, der von 2002 bis 2009 für den Klub in 400 Spielen 134 Tore schoss und 249 weitere vorbereitete. Der ehemalige Eishockeyprofi war mit seiner Frau Stacey und den drei Kindern Cullen, Cole und Hailey eigens aus seiner Heimat USA eingeflogen, um sich ein letztes Mal als Eisbär feiern zu lassen. Sein Trikot hängt seit gestern unter dem Dach der Arena, die Rückennummer „19“, mit der er die Eisbären zu vier Meistertiteln führte, wird der Verein nie wieder vergeben. Beaufait, mittlerweile 40 Jahre alt und in elegantem Anzug, war sichtlich gerührt, als die überdimensionale „19“ von Trompetenmusik begleitet entschwebte. Er sagte, wie sehr er sich geehrt fühle, und: „Ich habe nie mehr getan als jeder andere im Team auch, nämlich Tag für Tag einfach versucht, mein Bestes zu geben.“ Bescheiden wie immer, „ein Vorbild“ eben, wie EHC-Kapitän Stefan Ustorf in seiner kurzen Laudatio gesagt hatte.

Nach einem letzten „Olé, Olé, Olé, Mark Beaufait“ der 14.100 Zuschauer schickte sich das aktuelle EHC-Team an, den Feiertag abzurunden. Schon in der dritten Minute traf Tyson Mulock zum 1:0. Dass wenig später im Umkreis von Iserlohns Michael Wolf weit und breit kein Eisbär zu sehen war und der den Ausgleich erzielte (1:1/8.), war schnell vergessen. Denn 49 Sekunden später brachte Chris Hahn die Hausherren erneut in Führung – 2:1 (9.). André Rankel erhöhte auf 3:1, als gleich zwei Roosters auf der Strafbank saßen (13.).

Der zweite Abschnitt begann mit Parallelen zum ersten: Iserlohns Abonnement-Topscorer Wolf erzielte seinen zweiten Treffer zum 3:2 (21.), dann geriet sein Team erneut in Unterzahl, und Frank Hördler traf zum 4:2 (24.). Einer der Schlüssel zum Erfolg dürfte gewesen sein, dass die Eisbären gegen Ende des Mitteldrittels eine Fünf-Minuten-Strafe schadlos überstanden, die gegen Alexander Weiß wegen eines Knie-Checks an Lasse Kopitz verhängt worden war (34.). Die Berliner ließen nicht eine Torchance des Tabellenvorletzten zu und gingen mit zwei Toren Vorsprung in die letzte Pause.

Im torlosen Schlussdrittel mussten die Eisbären gegen ihre harmlosen Gäste nicht mehr über sich hinaus wachsen, um den vierten Sieg in Folge nach Hause zu spielen. „Wir wollten unbedingt unsere Serie fortsetzen und vor unseren eigenen Fans mit einem Sieg in das neue Jahr starten“, freute sich Sven Felski, wissend, dass es auch äußerst unangebracht gewesen wäre, den Nachmittag, der so feierlich begonnen hatte, mit einer Niederlage ausklingen zu lassen.