BR Volleys

BR Volleys scheitern an sich selbst

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Dietmar Wenck
Benjamin Patch (hinten) wird geblockt: Ein Bild, das es in der Anfangsphase sehr oft zu sehen gab,

Benjamin Patch (hinten) wird geblockt: Ein Bild, das es in der Anfangsphase sehr oft zu sehen gab,

Foto: O.Behrendt via www.imago-images.de / imago images/Contrast

Die BR Volleys haben das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League 1:3 verloren – weil sie gegen Trient zu viele Fehler machten.

Berlin. Die BR Volleys haben ihre Chancen auf das Erreichen des Halbfinales in der Volleyball-Champions-League schon nach dem Hinspiel beinahe verspielt. Der zehnmalige deutsche Meister verlor in der Schmeling-Halle gegen Itas Trentino mit 1:3 (19:25, 23:25, 28:26, 17:25). Im Rückspiel am kommenden Donnerstag können sich die Italiener also sogar eine knappe Niederlage leisten.

Dass es dazu kommt, scheint nach der ersten Partie allerdings unwahrscheinlich. Die Berliner sind derzeit zu inkonstant in ihren Leistungen und auch nicht stark genug, um ein Team wie Trient vor echte Probleme zu stellen. „Schade“, sagte Manager Kaweh Niroomand, „unser Gegner war nicht außer Reichweite. Aber wir haben den ersten Satz verschlafen und insgesamt zu viele Fehler gemacht. Teilweise sind wir an uns selbst gescheitert.“ Die Gäste mussten dann nur auf diese Fehler warten, um den Sieg nach Hause zu schaukeln.

Nur am Ende des dritten Satzes sah es so aus, als könnten die Berliner dem Geschehen doch noch ein Wende geben. Da kämpften sie verbissen um jeden Punkt, verdienten sich drei Satzbälle, von denen sie den dritten nutzten. Jetzt verwandelten die ansonsten nicht überzeugenden Timothee Carle (18 Punkte) und Benjamin Patch (16) ihre Schmetterbälle, der Satzgewinn durch Carle wurde heftig umjubelt.

Nun bestand wirklich die Chance, wenigstens nicht als Verlierer aus der Halle zu gehen. Der vorher überragende Nimir Abdel-Aziz auf Seiten der Gäste ließ mehr und mehr nach. Die vorher so gut servierenden Italiener produzierten plötzlich Aufschlagfehler in Serie. Doch diese Gelegenheiten muss man dann auch nutzen. Was den BR Volleys nicht gelang.

„Nach dem gewonnenen dritten Satz dachte ich, hier geht noch was“, sagte Mittelblocker Anton Brehme, „aber dann konnten wir die Energie nicht halten. Für solche Mannschaften reicht das Niveau noch nicht.“ Wieder war es so, dass Trients geduldig abwartete, bis Berlin sich wieder selbst im Wege stand. Als die Italiener vom 10:10 auf 14:10 davonzogen, war die Vorentscheidung gefallen. Der Rest war für sie nur noch Formsache.