BR Volleys

Enttäuschung der BR Volleys hält sich noch in Grenzen

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Dietmar Wenck
Ab durch die Mitte: Friedrichshafens Nehemiah Mote (M.) schmettert den Ball zwischen Tim Carle (l.) und Éder Carbonera hindurch.

Ab durch die Mitte: Friedrichshafens Nehemiah Mote (M.) schmettert den Ball zwischen Tim Carle (l.) und Éder Carbonera hindurch.

Foto: Andreas Gora / dpa

Nach der Niederlage gegen Friedrichshafen wollen die BR Volleys die nächste Zeit nutzen, für den Titelkampf als Team besser zu werden.

Berlin. Als der Matchball mit seinem insgesamt 32. Punkt verwandelt war, wählte Linus Weber die Pose des Triumphators: Beine gespreizt, Fäuste vor der Brust ausgestreckt, Mund weit offen. Dem 21-Jährigen sei die überschäumende Freude nach dem 3:1 seines VfB Friedrichshafen gegen die BR Volleys im Bundesliga-Evergreen gegönnt. Der junge Nationalspieler hatte noch nie so viele Punkte in einem Spiel gemacht und das nun ausgerechnet in diesem Top-Duell, da darf man schon mal ausrasten.

Das Statement kam auch beim Berliner Geschäftsführer Kaweh Niroomand an. "Linus hat eine super Leistung gezeigt", sagte er, fügte aber gleich hinzu: "Mal abwarten, ob er das auch in einem möglichen Best-of-three in einem Play-off abrufen kann." Der Kampf um die Spitze im deutschen Volleyball, sie hat gerade erst begonnen. Berlins Diagonalangreifer Benjamin Patch ergänzte: "Diese Niederlage macht uns jetzt erst richtig heiß."

Es war kein Streitpunkt, dass der VfB völlig verdient gewonnen hatte. Trotz des Ausfalls ihres Stamm-Stellers Dejan Vincic spielten die Friedrichshafener über weite Strecken wie aus einem Guss. Besonders in Drucksituationen unterliefen ihnen kaum Fehler. Mit Weber, Nicolas Marechal und Ersatz-Zuspieler Joseph Worsley hatten sie die beste Akteure des Abends in ihren Reihen.

Doch die BR Volleys sind ja auch noch nicht die BR Volleys. "In der Formation, wie wir heute begonnen haben, haben wir noch nie begonnen", stellte Niroomand heraus. Anders gesagt: Nachdem Patch, Sergej Grankin oder Samuel Tuia ihre Verletzungen auskuriert haben, hat die Berliner Mannschaft gerade erst angefangen, ihren Rhythmus zu finden. "Dafür, dass Friedrichshafen so einen guten Volleyball gezeigt hat, waren wir doch gar nicht weit weg von ihnen", fand der Manager.

Auch VfB-Trainer Michael Warm verkniff sich jegliche Euphorie über den Prestigeerfolg. Zwar freute er sich über die Vorstellung seiner Mannschaft, doch das sei eine Momentaufnahme: "Ich erwarte, dass sich Berlin bis zum Play-off noch um zwei bis drei Klassen steigern wird."

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