BR Volleys

BR Volleys verlieren Spitzenspiel in Friedrichshafen

Erst vergeben sie die Chance, den ersten Satz zu gewinnen, dann sind sie chancenlos: Die BR Volleys verlieren in Friedrichshafen.

Mit 13 Punkten bester Berliner am Bodensee war Samuel Tuia.

Mit 13 Punkten bester Berliner am Bodensee war Samuel Tuia.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Manchmal entscheidet sich im Sport schon relativ weit am Anfang, was am Ende passiert. So lief es jedenfalls im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga zwischen dem VfB Friedrichshafen und den BR Volleys. Zu Beginn boten die Berliner eine sehr ordentliche Leistung, führten auch im ersten Satz mit 22:18. Doch nach nicht einmal eineinhalb Stunden war die Partie mit 3:0 (26:24, 25:20, 25:22) entschieden – für die Gastgeber.

„Wir haben es nicht verstanden, diesen Satz nach Hause zu bringen“, bedauerte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „in der Folge wurde Friedrichshafen immer selbstbewusster und hat sich in einen regelrechten Flow gespielt. Unsere Mannschaft dagegen wurde immer unsicherer.“ Und lief schließlich dem VfB nur noch hinterher.

Schon die zweite Niederlage für die BR Volleys

Der Kampf um die Meisterschaft verspricht also spannender zu werden als vergangene Saison. Da hatten die Berliner national kein einziges Spiel verloren, auch den Dauerrivalen vom Bodensee dreimal bezwungen. Jetzt setzte es im sechsten Bundesligaspiel nach dem 1:3 beim TV Bühl schon die zweite Niederlage. Und dann so eindeutig. Sicher spielte dabei allerdings eine wichtige Rolle, dass den BR Volleys auf drei Positionen ein Schlüsselspieler fehlte: im Zuspiel (Sergej Grankin), im Mittelblock (Anton Brehme) und im Außenangriff (Timothée Carle).

Der Rest enttäuschte nicht, war aber nicht stark genug, das erfahrene VfB-Team (ergänzt mit dem sehr stark aufspielenden Ex-Berliner Linus Weber/16 Punkte) aus den Angeln zu heben. In allen Bereichen gab es bei den Berlinern immer wieder ärgerliche Fehler, oft in Situationen, in denen die Partie noch einmal hätte kippen können. Mal war die Feldabwehr schlampig, dann wurde nicht entschlossen genug angegriffen. Die Berliner Aufschläge versetzten die Gastgeber auch nicht in Angst und Schrecken. Diagonalangreifer Benjamin Patch ist von seiner Bestform weit entfernt, aber das trifft nicht nur auf ihn zu.

„Wir finden unseren Rhythmus noch nicht“, analysierte Niroomand, obwohl es eigentlich Zeit wäre: „Wir haben schon Ende November und müssten weiter sein.“ Trotzdem hätte das Spitzenspiel auch anders ausgehen können, wenn die BR Volleys den ersten Satz nicht so billig hergegeben hätten. „Dann“, ist Niroomand sicher, „nimmt das Geschehen einen ganz anderen Lauf.“ Vielleicht zeigt sich das ja später: am Ende der Saison.

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