BR Volleys

BR Volleys plagen Verletzungssorgen

Die BR Volleys haben drei verletzte Profis. Trotzdem dürften sie beim Bundesliga-Spiel in Unterhaching nicht in Gefahr geraten.

Benjamin Patch (r.) stürzte im Training auf sein linkes Handgelenk.

Benjamin Patch (r.) stürzte im Training auf sein linkes Handgelenk.

Foto: nph / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin. Nach dem 3:0-Sieg gegen Düren zum Auftakt der Volleyball-Bundesligasaison hatte Anton Brehme noch geschwärmt: „Es macht mega Spaß, mit Sergej Grankin zu spielen. Man lernt jeden Tag dazu.“ Doch nun muss der Unterricht durch den russischen Zuspieler vorerst ruhen. Der 21 Jahre junge Mittelblocker der BR Volleys hat sich eine Verletzung im rechten Knie zugezogen, die ihn mindestens eine Woche außer Gefecht setzt. Damit verpasst der Nationalspieler auch die Partie an diesem Sonntag (16 Uhr/Sporttotal.tv) beim Aufsteiger TSV Unterhaching.

Benjamin Patch von den BR Volleys stürzte auf seine Hand

Brehme ist aber nicht der einzige, auf den Trainer Cédric Enard verzichten muss. Der US-Amerikaner Benjamin Patch wird vermutlich ebenfalls fehlen, weil er im Training auf sein linkes Handgelenk stürzte. Das ist zwar nicht seine Schlaghand, doch als Diagonalangreifer muss er ja auch mal Bälle in der Feldabwehr annehmen oder blocken. Schließlich fällt auch noch Robin Baghdady aus, der schon gegen Düren wegen einer Wadenverletzung nicht dabeisein konnte. Enard findet das zwar schade, aber erschüttert wirkt er keineswegs: „Ich hatte sowieso in Betracht gezogen, etwas zu rotieren.“

Nun kommen vermutlich die Brasilianer Davy Moraes (für Patch) und Renan Michelucci (für Brehme) vermehrt zum Einsatz, was zumindest für ihren Rhythmus nur gut sein kann. Im Laufe der Saison werden sie noch häufiger gebraucht werden. Und die Münchner Vorstädter sind wahrscheinlich kein Gegner, der den BR Volleys ernsthafte Probleme bereiten kann.

Haching kann von Grankin und Co. viel lernen

Zuletzt traten die Tirol Alpenvolleys aus Innsbruck mit der Hachinger Lizenz in der Bundesliga an. Das Experiment wurde beendet, es war zwar sportlich vielversprechend, aber wirtschaftlich erfolglos, besonders durch Corona. Nun suchen die Süddeutschen selbst ihre Chance im Oberhaus. Sie haben ein sehr junges Team mit elf deutschen Spielern im Aufgebot sowie drei Legionären aus Rumänien, Bulgarien und Tunesien auf den Positionen Diagonalangriff, Außenangriff und Libero. Ihnen allen dürfte es nun ähnlich gehen wie Anton Brehme: Sie werden von Sergej Grankin und Co. einiges lernen können.

Mehr über die Berlin Volleys lesen Sie hier.