BR Volleys

BR Volleys mit geglücktem Bundesligastart

Eine Woche nach dem Supercup haben die BR Volleys auch ihr erstes Bundesligaspiel gewonnen. Sie besiegten Düren 3:0.

Anton Brehme in Aktion: Der neue Berliner Mittelblocker kam auf zwölf Punkte gegen Düren.

Anton Brehme in Aktion: Der neue Berliner Mittelblocker kam auf zwölf Punkte gegen Düren.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Die Rückkehr in ihren Tempel ist den BR Volleys geglückt. In ihrem ersten Spiel seit mehr als acht Monaten in der Max-Schmeling-Halle bezwangen die Berliner in einer Neuauflage des Pokalfinales der vergangenen Saison die Powervolleys Düren mit 3:0 (25:22, 25:16, 25:23). Die 550 Zuschauer in der Arena machten dabei beinahe so viel Krach wie die 3500 Fans, die am 5. Februar das 3:0 gegen die Volleys Herrsching gefeiert hatten.

Die neuen BR Volleys, auf sechs Positionen im Vergleich zum Vorjahr verändert, verdienten sich den Applaus. Zwar erwischte die Mannschaft von Trainer Cédric Enard einen etwas holprigen Start. Doch nachdem die Gastgeber beim 13:12 durch den Brasilianer Davy Moraes erstmals in Führung gegangen waren, blieben sie das bestimmende Team auf dem Feld. Immer besser klappte das Zusammenspiel zwischen Steller Sergej Grankin und Mittelblocker Anton Brehme (12 Punkte). Der Franzose Timothée Carle (16) tut sich als Außenangreifer mehr und mehr als Punktegarant hervor.

Patch mit spektakulären Punkten für BR Volleys

Die Aufschläge des brasilianischen Olympiasiegers Eder Carbonera sind eine Augenweide, er ist der dritte der neuen Spieler, die sich sogleich im Team eingefunden haben. Und als Enard kurz vor Ende des ersten Satzes den gerade von einer Knieverletzung genesenen Benjamin Patch (14) einwechselte, wurde es geradezu spektakulär. Mal servierte der Amerikaner zwei Asse in Folge, dann wieder stellte Grankin ihm Bälle in eine Höhe, aus der Patch vermutlich jeden Block der Welt wie ein Blöckchen aussehen lassen könnte.

Düren wehrte sich nach Kräften und wechselte viel, aber als auch noch die Blockabwehr der BR Volleys in Schwung kam, war es um die kleine Chance der Gäste geschehen. Nochmals kämpften sie sich im dritten Satz auf 18:18 heran. Schmetterschläge von Brehme und Eder stellten die Weichen auf einen glatten Sieg. Den Matchball verwandelte Düren selbst: Tomas Kocian mit einem Aufschlag ins Aus.

Zugang Anton Brehme nur anfangs aufgeregt

„Ich war ziemlich aufgeregt“, sagte Mittelblocker Brehme, „und ich fand, es war eine ziemlich coole Atmosphäre, auch wenn gar nicht so viele Leute da waren.“ Dass die Mannschaft schon so gut zusammenspiele, habe ihn auch etwas überrascht, gerade gegen die Dürener, die er noch etwas stärker einschätzte als vor einer Woche im Supercup Frankfurt. „So kann es weitergehen“, sagte der 21-Jährige.