BR Volleys

BR Volleys verteidigen Supercup-Titel mit 0:3

Die BR Volleys hatten mit den United Volleys Frankfurt keinen einfachen Gegner. Am Ende gewannen sie aber verdient alle drei Sätze.

Trainer Cédric Énard feierte mit seinen BR Volleys die Titelverteidigung des Supercups in Frankfurt/Main . Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Trainer Cédric Énard feierte mit seinen BR Volleys die Titelverteidigung des Supercups in Frankfurt/Main . Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Berlin. Endlich wieder Volleyball. Endlich wieder siegen. Die Euphorie und die Lust nach einem halben Jahr Pflichtspielpause wieder auf dem Platz zu stehen, war den BR Volleys während der ganzen Partie in Frankfurt/Main deutlich anzusehen. Und natürlich auch bei der Siegerehrung danach.

Mit einem souveränen und unterm Strich völlig verdienten 3:0 (29:27, 25:22, 25:22) haben die Berliner Gastgeber United Volleys beim Supercup 2020 geschlagen. Berlins Außenangreifer Thimothee Carle nutzte den zweiten Matchball des dritten Satzes zur Entscheidung. Schon im vergangenen Jahr hatten die BR Vollyes mit diesem Ergebnis den Dauer-Rivalen Friedrichshafen besiegt.

Supercup-Sieg erster Titel der Saison für die BR Volleys

Es war die erste Partie nach dem vorzeitigen Abbruch der Saison aufgrund der Corona-Pandemie, als die Volleys einen Spieltag vor Ende der Hauptrunde ungeschlagen an der Tabellenspitze gestanden und sich Hoffnungen auch auf die Verteidigung als deutscher Meister hatten machen können. Der Supercup-Sieg ist nun ein erster wichtiger Schritt in eine potenziell erfolgreiche nächste Spielzeit.

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So deutlich wie das Ergebnis suggeriert, war die Partie dabei aber lange nicht. Mit den United Volleys hatten die Berliner erstmals einen selbstbewussten Underdog als Gegner, der von Anfang an nichts zu verschenken hatte und zuhause in der Fraport Arena gewinnen wollte.

BR Volleys hatten an den United Volleys Frankfurt zu knabbern

Die starke BR-Truppe um Sergej Grankin und Eder Carbonera trat zwar zu Spielbeginn mit breiter Brust auf, gerade in den ersten beiden Sätzen führten aber oft die Hessen mit bis zu drei Punkten. Auch glichen sie die Rückstände meist schnell wieder aus und zeigten sich so auf Augenhöhe.

Vor allem die wuchtigen Angriffe des Frankfurter Neuzugangs Daniel Malescha stellten die Abwehr des zehnmaligen deutschen Meisters aus Berlin vor große Probleme. In den entscheidenden Momenten fehlte dem Team vom Main aber die Konsequenz, um einen Satzgewinn zu erzielen.

Im dritten Satz machte es die Mannschaft von Trainer Cédric Énard dann sogar noch einmal unnötig spannend, als es Frankfurt gelang, sich nach einem Rückstand von fünf Punkten wieder einen Gleichstand zu erkämpfen. Am Ende entschied Carle das Spiel jedoch im Großen und Ganzen verdient für die BR Volleys, die die hartnäckigeren Angriffe fuhren.

BR Volleys blicken positiv in die Zukunft

Auf beiden Seiten hatte die lange Zeit ohne Spielpraxis indes auch deutliche Auswirkungen auf die Qualität der Partie. Neben zahlreichen Fehlern am Netz und Konzentrationsschwächen, fielen vor allem einige Fehl-Aufschläge ins Auge.

„Wir müssen alle erst wieder reinkommen“, sagte Berlins Libero Julian Zenger dazu nach dem Spiel. Offensichtlich aber ohne dabei den Optimismus zu verlieren: „Unser Ziel ist es, dass wir in der nächsten Saison alle Titel gewinnen.“ Eine euphorische Kampfansage nach einem erfolgreichen Berliner Nachmittag.