Volleyball

Volleys müssen gegen die Wundertüte der Liga bestehen

Die Berlin Volleys treffen am Mittwoch auf Überraschungsteam Herrsching, wollen aber unbesiegt ins Play-off starten.

Jeffrey Jendryk (l-r), Moritz Reichert, Benjamin Patch und Samuel Tuia wollen ungeschlagen ins Play-off einziehen.

Jeffrey Jendryk (l-r), Moritz Reichert, Benjamin Patch und Samuel Tuia wollen ungeschlagen ins Play-off einziehen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Auch zwölf Punkte Vorsprung vor der Konkurrenz verführen die Berlin Volleys in der Volleyball-Bundesliga nicht zum Übermut. Vor dem einzigen Heimspiel im Februar gegen die Volleys Herrsching am Mittwoch (19.30 Uhr/sporttotal.tv) hat sich der noch ungeschlagene Tabellenführer vielmehr ein neues, sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt. „Die Spieler haben sich fest vorgenommen, ohne Niederlage durch die Normalrunde zu kommen“, sagte Manager Kaweh Niroomand. Sechs Siege sind dafür noch nötig.

Dass die Erfolgsserie der BR Volleys gegen Herrsching reißt, ist kaum zu befürchten. Sowohl im Hinspiel am Ammersee als auch im Pokal-Halbfinale vor eigenem Publikum behielten die Berliner gegen diesen Gegner mit 3:0 klar die Oberhand. Allerdings gibt Niroomand zu bedenken: „Favorit zu sein und dann auch wirklich zu gewinnen, das sind immer zwei paar Schuhe.“

Volleys wollen als Tabellenerster ins Play-off

Doch die Bayern, derzeit als Sechster in der Tabelle 20 Punkte hinter den BR Volleys liegend, haben in dieser Saison auch schon positiv überrascht, etwa bei ihren Siegen gegen Friedrichshafen (3:2), in Düren (3:0) oder zuletzt in Lüneburg (3:0). „Herrsching ist so ein bisschen eine Wundertüte“, schlussfolgerte Niroomand aus diesen Ergebnissen. „Wir möchten von Anfang an druckvoll und spielfreudig agieren. Das zeichnet uns zu Hause an“, gab Diagonalangreifer Benjamin Patch die Marschroute vor. Wie ernst die Herrschinger die kommende Aufgabe bei den BR Volleys nehmen, zeigt sich auch daran, dass sie nach dem Sonnabend-Spiel in Lüneburg gleich nach Berlin weitergereist sind.

Aller Voraussicht nach werden die BR Volleys nach der Normalrunde als Tabellenerster ins Play-off einziehen. Davon ist inzwischen auch Niroomand überzeugt. „Ohne arrogant sein zu wollen, gehe ich nicht davon aus, dass wir Platz eins noch einbüßen. Dazu müssten wir ja von unseren restlichen sechs Spielen vier verlieren“, sagte er. Und das haben sich die Spieler ja anders vorgenommen.