Volleyball

Grippevirus schwächt BR Volleys vor Spitzenspiel

Grippewelle zur Unzeit: Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel gegen Haching fehlen den BR Volleys erkrankte Spieler.

Sergej Grankin soll auch am Donnerstag gegen Haching das Spiel der BR Volleys organisieren.

Sergej Grankin soll auch am Donnerstag gegen Haching das Spiel der BR Volleys organisieren.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Der Vorsprung ist riesig, dennoch fühlen sich die BR Volleys im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga herausgefordert. „Glasklarer Favorit sind wir sicher nicht“, sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand vor dem Duell Erster gegen Zweiter am Donnerstag (19 Uhr/Sport1) gegen die Alpenvolleys Haching. Der selbst gesundheitlich noch angeschlagene Cheftrainer Cedric Enard, der den jüngsten 3:0-Sieg seines Teams gegen bei den Grizzlys Giesen verpasst hatte, muss zudem mit einigen Erkrankungsausfällen rechnen. Unter anderen leiden Cody Kessel und Jeffrey Jendryk an einem grippalen Infekt. „Wir werden erst kurzfristig sehen können, wer einsatzfähig ist“, sagte der Coach.

BR Volleys verzichten noch auf Patch und Tuia

In der Tabelle liegen die Berlin Volleys nach 14 Siegen in 14 Spielen als Spitzenreiter derzeit neun Punkte vor den Hachingern (9 Siege), die ein Spiel weniger ausgetragen haben. „Wir dürfen den Vorsprung, den wir uns während der Hinrunde hart erarbeitet haben, jetzt nicht einfach hergeben, erst recht nicht in unseren Heimspielen“, betonte Niroomand.

Respekt flößen den BR Volleys vor allem zwei Brasilianer auf Hachinger Seite ein. „Sie haben einen sehr auffälligen und überragenden Mann auf der Diagonalposition und einen erfahrenen Zuspieler“, sagte Niroomand. Der 33 Jahre alte und 1,98 Meter große Paulo Victor Costa da Silva ist bei dem deutsch-österreichischen Team hauptverantwortlich für das Punktesammeln, sein brasilianischer Landsmann Danilo Gelinski führt Regie.

Hinspiel in Innsbruck endete knapp für Berlin

Das Hinspiel in Innsbruck hatten die Berliner Mitte Oktober mit 3:2 (15:12 im Tiebreak) knapp gewonnen. Benjamin Patch und Samuel Tuia holten dabei die meisten Punkte für den deutschen Meister: 18 der eine, 16 der andere. Beide Angreifer befinden sich aber nach Verletzungspausen noch im Aufbautraining. „Tuia kann auf keinen Fall spielen, Patch sitzt vielleicht schon auf der Bank“, sagte Niroomand. Der Manager bedauert jedoch: „Es wird noch Wochen dauern, bis Patch wieder seine alte Form hat. Und Tuia fehlt uns auch für die Annahme, da war er zuletzt sehr stabil.“

Andererseits haben auch die Gäste einen Verlust zu verkraften. Allerdings auf ihre eigene Initiative hin. Die deutsch-österreichische Spielgemeinschaft trennte sich von ihrem Außenangreifer Max Staples, dem Spielführer der australischen Nationalmannschaft. Auf der offiziellen Facebook-Seite des Vereins wurde dazu klar Position bezogen: „Der Nationalmannschaftskapitän der Volleyroos konnte den hohen Ansprüchen des Trainer- und Managerstabs in der Hinrunde nicht gerecht werden“, hieß es zum Abgang von Staples. Ein Ersatz soll noch bis zum Ende der Transferperiode im Januar gefunden werden. dpa/BM