Volleyball

Spieler geschont: Trainer Enard würde es wieder so machen

Johann Richter
Berlins Volleyball-Trainer Cédric Enard.

Berlins Volleyball-Trainer Cédric Enard.

Foto: Fabian Sommer / dpa

Die Volleys lassen gegen die Netzhoppers einen Punkt liegen, Trainer Enard steht hinter seiner Entscheidung, drei Spieler zu schonen.

Berlin. Beinahe hätten die Netzhoppers KW-Bestensee in der Max-Schmeling-Halle die Sensation in der Volleyball-Bundesliga perfekt gemacht. Volleys Trainer Cédric Enard wollte die von der Olympia-Qualifikation „nicht nur physisch, sondern auch mental belasteten“ Nationalspieler Moritz Reichert, Julian Zenger (beide Deutschland) und Nicolas Le Goff (Frankreich) schonen und hatte ihnen bis Dienstag trainingsfrei gegeben, doch als der zehnmalige Meister am späten Donnerstagabend mit 0:2 Sätzen gegen einen stark aufspielenden Gegner zurücklag, durfte nur noch Zenger pausieren. Ab Mitte des dritten Satzes trugen diese Wechsel auch Früchte und es stand nur noch 1:2. Im nächsten Satz inklusive Tiebreak hatten die Volleys keine Probleme mehr gegen einen stetig unkonzentrierter werdenden Gegner, der immerhin einen Punkt mitnehmen konnte.

„Ich bin sauer“, sagte der gesundheitlich angeschlagene Coach nach dem Spiel, „für die Fans muss es so ausgesehen haben, als ob wir unseren Gegner unterschätzt haben. Unsere Leistung in den ersten beiden Sätzen ist nicht zu entschuldigen.“ Aber der Trainer sagte auch: „Ich würde es jedoch trotzdem wieder so machen. Meine Spieler zu schonen, war eine richtige Entscheidung.“ Unterm Strich ändert der Ausrutscher der BR Volleys wenig am ihrem Meisterkurs. Die Berliner sind weiterhin ohne Niederlage. Der nächste Gegner wartet am Sonntag um 17 Uhr in Giesen.