Volleyball

BR Volleys knapp vorbei an erster Niederlage

Die BR Volleys haben ihre Tabellenführung durch ein 3:2 gegen KW-Bestensee weiter ausgebaut. Dabei führten die Gäste schon 2:0.

Am Ende gab es doch noch Grund zum Jubel für Cédric Enard und seine Mannschaft.

Am Ende gab es doch noch Grund zum Jubel für Cédric Enard und seine Mannschaft.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Cédric Enard hatte es nur gut gemeint. Der Trainer der BR Volleys wollte im Derby der Volleyball-Bundesliga gegen die Netzhoppers KW-Bestensee einige Spieler schonen, die in der Woche zuvor einer hohen Belastung ausgesetzt waren.

Nicolas Le Goff, Moritz Reichert und Julian Zenger hatten beim Olympia-Qualifikationsturnier fünf Spiele an sechs Tagen bestritten. Sie standen nicht in der Startformation. Außerdem fehlten die nicht nicht wieder ganz fitten Benjamin Patch und Samuel Tuia.

Das Experiment, mit den Reservisten den Lokalrivalen zu besiegen, wäre aber fast schief gegangen. Erst im Tiebreak gewann der zehnmalige deutsche Meister mit 3:2 (19:25, 26:28, 25:20, 25:15, 15:8).

KW-Bestensee lange auf Augenhöhe

Die Gäste müssen nicht unglücklich sein: Nie zuvor haben sie aus Berlin einen Punkt mitgenommen, den es ja bei einer 2:3-Niederlage gibt. Aber es sah sogar so aus, als wäre mehr drin gewesen. Denn auch im dritten Satz, als Reichert und Le Goff längst auf dem Feld standen, führten die Netzhoppers noch mit 12:10 und waren auf Augenhöhe.

Dirk Westphal mit Gefühl und Erfahrung sowie Casey Schouten mit Brachialgewalt setzten dem Tabellenführer lange Zeit sehr zu. Doch vor 3826 Zuschauern in der Schmeling-Halle, die sich über ein unerwartet spannendes Duell freuen konnten, wurden die BR Volleys besser und sicherer, je länger es dauerte. Westphal und Schouten verließen zusehends die Kräfte.

Adam Kowalski guter Ersatz für Julian Zenger

Enard hatte Reichert für John Hatch gebracht und Le Goff für Georg Klein. Es war nun ein ganz anderes Volleyballspiel. Reichlich Asse schlugen im Feld der Netzhoppers ein, die Lupfer von Kyle Ensing und Jeffrey Jendryk funktionierten endlich, genau wie die Blockabwehr.

Unter dem Strich haben die Gastgeber zwar einen Punkt hergegeben, doch bei dem aktuellen Tabellenstand können sie es sich leisten. Für die Spieler aus der zweiten Reihe war es wichtig, sich einmal zeigen zu können. Adam Kowalski konnte sogar beweisen, dass er ein sehr guter Ersatz für Zenger ist.