Volleyball

BR Volleys hoffen auf erfolgreichen Jahresabschluss

Die Enttäuschung aus der Champions League ist abgehakt. Gegen Frankfurt wollen die BR Volleys das Jahr mit einem Sieg beenden.

Die Fans der BR Volleys werden auch beim letzten Heimspiel des Jahres gegen Frankfurt ihr Team nach Kräften anfeuern.

Die Fans der BR Volleys werden auch beim letzten Heimspiel des Jahres gegen Frankfurt ihr Team nach Kräften anfeuern.

Foto: Gregor Fischer / dpa

Berlin. Erst die Arbeit, dann das Debattieren: In einer Talkrunde mit den Berliner Legenden Robert Harting und Torsten Mattuschka werden Moritz Reichert und Georg Klein von den BR Volleys nach ihrem Bundesligaspiel gegen die United Volleys Frankfurt an diesem Sonntag (16 Uhr, Schmeling-Halle) über die Sportszene der Hauptstadt diskutieren (ca. 18.30 Uhr, Livestream auf gasag.de/livetalk). Der Stellenwert des zehnmaligen deutschen Volleyball-Meisters dürfte dabei unstrittig sein. Den würden die Berliner allerdings auch gern mit einem Sieg zum Jahresabschluss dokumentieren.

BR Volleys sind national noch ungeschlagen

Die BR Volleys sind ungeschlagen Bundesliga-Tabellenführer. „Es ist aber wichtig, dass wir unseren Vorsprung zu den Verfolgern halten“, sagt Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „dann können wir uns in Ruhe auf andere Aufgaben vorbereiten.“ Auf das Pokalfinale am 16. Februar zum Beispiel. Aber auch auf die verbleibenden drei Partien in der Champions League. Denn so herausragend die Saison national bisher verlief: International kann man das nicht behaupten. Das Viertelfinale ist kaum mehr erreichbar.

Wenngleich Niroomand nach zwei Niederlagen in drei Spielen sagt: „Glücklich sind wir natürlich nicht. Doch wir versinken auch nicht im Boden.“ Zu stark hätten sich die russischen Favoriten Fakel Nowy Urengoi und zuletzt Meister Kuzbass Kemerowo präsentiert. „Wir haben natürlich gehofft, aber nicht erwartet, dass wir gewinnen“, so der Manager, „dann muss alles schon super für uns laufen.“ Was es nicht tat. Zudem fehlte mit Diagonalangreifer Benjamin Patch ein sehr wichtiger Berliner Spieler.

Insolvenz in Eltmann ein Schock für die Liga

Am Donnerstag hat die gesamte Mannschaft auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg den Ärger über die verpasste Chance mit ein, zwei Gläschen Glühwein heruntergespült. Und sich vorgenommen, vielleicht doch mit einem Heimsieg am 28. Januar gegen Fakel noch die Wende zum Guten einzuleiten. „Zunächst mal“, fordert Niroomand, „müssen wir uns jetzt auf das Spiel gegen Frankfurt konzentrieren.“ Mittelblocker Jeffrey Jendryk verspricht für die Partie gegen die runderneuerten Hessen, bei denen bis auf zwei Spieler das komplette Stammpersonal ausgetauscht wurde, unter anderem Nationallibero Julian Zenger von Frankfurt nach Berlin wechselte: „Wir legen jetzt noch einmal alles in das letzte Match des Jahres.“

Damit es nicht noch eine schlechte Nachricht kurz vor dem Jahresende gibt. Die anstehende Insolvenz von Aufsteiger Volleys Eltmann ist dem umtriebigen Manager, der die Volleyball-Bundesliga mit der Lokomotive BR Volleys vorwärtsbringen will, aufs Gemüt geschlagen. „Das hat mich überrascht“, sagte Niroomand, „das ist äußerst schlecht für die Liga, ein Schlag in den Nacken.“ Diskussionsstoff, könnte man auch sagen.

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