Volleyball

Die besten Volleyball-Teams kommen wieder nach Berlin

Berlin wird im kommenden Jahr erneut Ausrichter der Champions-League-Finals und erwartet ein ereignisreiches Volleyball-Jahr.

Volleys-Spieler Benjamin Patch freut sich über die Ausrichtung der Champions-League-Finals in Berlin.

Volleys-Spieler Benjamin Patch freut sich über die Ausrichtung der Champions-League-Finals in Berlin.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Am Tag nach der Niederlage gegen Kuzbass Kemerovo war Kaweh Niroomand immer noch bedient. „Das schmerzt sehr“, sagte der Manager der BR Volleys über das 1:3 gegen den russischen Meister in der Champions League, durch das die Chancen der Berliner auf ein Weiterkommen auf ein Minimum geschrumpft sind. Dabei waren die Hoffnungen groß, in dieser Saison auch im Europapokal für Furore zu sorgen. So groß, dass Niroomand sogar erstmals eine Prämie für das Erreichen der „Super Finals“ ausgelobt hatte.

Damals wusste er noch nicht, dass es für die Volleys sogar ein Heimspiel geworden wäre. Seit Donnerstag steht nun fest, dass die Endspiele der Männer und Frauen am 16. Mai 2020 erneut in der Max-Schmeling-Halle stattfinden. Dort erlebte die Veranstaltung in diesem Jahr ihre Premiere, als erstmals beide Geschlechter gemeinsam ihre Champions ermittelten. „Die Super Finals 2019 waren ein wahrlich revolutionärer Akt in der Geschichte des europäischen Volleyballs. Nach dieser erfolgreichen Premiere sind wir natürlich froh, dass wir mit unseren deutschen Partnern eine Einigung über die weitere Ausrichtung im Jahr 2020 erzielen konnten“, sagte Aleksandar Boricic, der Präsident des europäischen Volleyball-Verbandes (CEV).

Im Januar findet in Berlin bereits die Olympia-Qualifikation der Männer statt

Tickets für das Event sind ab Freitag erhältlich. Im Mai wurden 9000 Zuschauer Zeuge, wie sich mit Civitanova bei den Männern sowie Novara bei den Frauen zwei italienische Vereine die Krone aufsetzten. Mehr als die Hälfte der Besucher stammte aus dem Ausland und war extra für die Veranstaltung angereist. „Da hat man gesehen, welche Volleyball-Power in der Hauptstadt steckt, als die Halle auch ohne deutsche Beteiligung komplett ausverkauft war“, sagte der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes René Hecht.

Durch die erneute Vergabe der „Super Finals“ ist ein ohnehin großartiges Volleyballjahr in Berlin noch ein bisschen besser geworden. Vom 5. bis 10. Januar findet in der Schmeling-Halle bereits die Olympia-Qualifikation der Männer statt. „Wir brauchen solche Großevents in Deutschland, um den Volleyball schrittweise weiterzuentwickeln“, sagte Hecht. CEV-Präsident Boricic träumt gar davon, dass die Volleyballer auf diese Weise eines Tages genauso populär werden wie die Fußballer Neymar, Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo. Davon würden dann auch die BR Volleys profitieren, selbst wenn sie nicht beim Endspiel dabei sind.