Volleyball

Hoffnungen der BR Volleys in Sibirien ruhen auf Grankin

15 Spiele, 15 Siege: Eine tolle Saisonbilanz der BR Volleys. An diesem Mittwoch könnte diese Serie allerdings in Sibirien reißen.

Noch ungeschlagen in 15 Spielen dieser Saison: Julian Zenger, Samuel Tuia, Sergej Grankin und Nicolas Le Goff (v.l.).

Noch ungeschlagen in 15 Spielen dieser Saison: Julian Zenger, Samuel Tuia, Sergej Grankin und Nicolas Le Goff (v.l.).

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Die BR Volleys haben richtig Glück. Als Mannschaft, Trainer und sechs Mitglieder des Fanklubs „7. Mann“ am Dienstag nach rund elf Stunden und 4000 Flugkilometern in der sibirischen Stadt Nowy Urengoi landeten, herrschten dort ungewöhnlich milde Temperaturen. Nur minus drei Grad im sibirischen Winter – das ist wie ein Geschenk von oben. Auf weitere Präsente darf der deutsche Meister aber nicht hoffen, wenn er an diesem Mittwoch (15 Uhr) zum Spiel in der Champions League gegen Fakel Nowy Urengoi antritt. Die Russen haben nämlich nichts zu verschenken, stehen mehr unter Druck als ihre Gäste.

Fakel steht mehr unter Druck als BR Volleys

Denn während die Berliner ihr Auftaktspiel 3:0 gegen Ljubljana gewannen, verlor Nowy Urengoi ebenso deutlich beim russischen Meister Kuzbass Kemerowo. Unterliegt es nun erneut, rückt sein Ziel Viertelfinale schon in weite Ferne. Aber das wollen die Russen verhindern. Der Ex-Berliner Erik Shoji, jetzt Libero bei Fakel, kündigt an: „Es wird ein interessantes Match zwischen zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Spielphilosophien. Welche sich durchsetzen wird, werden wir am Mittwoch sehen.“

Berlins Trainer Cédric Enard ist ziemlich klar, was ihm und seinen Spielern bevorsteht. „Wichtig wird es sein, die Annahme zu halten“, sagte er, „uns erwartet bei diesem Gegner ein enormer Aufschlagdruck. Die Spielweise von Fakel ist zwar leicht zu entschlüsseln, aufgrund der Athletik jedoch extrem schwierig zu verteidigen.“ Dafür verantwortlich zeichnen in erster Linie die Außenangreifer Egor Kliuka und Dimitri Wolkow (beide 24, beide Nationalspieler) sowie der ungarische Diagonalangreifer Krisztian Padar (23).

Berlins Russe Sergej Grankin sieht eine Chance

Die BR Volleys brauchen also viel Widerstandskraft in Sibirien und gute Nerven. In beiden Bereichen liegen besondere Hoffnungen auf dem erfahrenen Zuspieler Sergej Grankin. Er ist in seiner russischen Heimat besonders motiviert. „Kemerowo“, sagt er, „wird kompliziert. Aber gegen Nowy Urengoi haben wir in jedem Fall eine Chance.“ Nach 15 Saisonspielen sind die Berliner immer noch ungeschlagen.