Volleyball

BR Volleys starten perfekt in die Champions League

Die BR Volleys haben ihr erstes Spiel in der Champions League gegen Ljubljana mit 3:0 gewonnen. Aber die schweren Aufgaben warten noch.

Einfach überragend: Benjamin Patch (M) spielt den Ball durch den Block aus Jure Okroglic (l) und Diko Puric (r) von ACH Volley Ljubljana.

Einfach überragend: Benjamin Patch (M) spielt den Ball durch den Block aus Jure Okroglic (l) und Diko Puric (r) von ACH Volley Ljubljana.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Jeder Satz kann noch wichtig werden in dieser Champions-League-Gruppenphase. Das schien die Mannschaft der BR Volleys verinnerlicht zu haben, so absolvierte sie ihr erstes Spiel gegen den Außenseiter Ach Volley Ljubljana. Nach nicht einmal 80 Minuten war das 3:0 (25:21, 25:15, 26:14) perfekt.

Vor 4219 Zuschauern in der Schmeling-Halle war damit der Auftakt in die internationale Saison gelungen, auch wenn die Gastgeber im letzten Satz noch einmal unnötig wackelten. Ihre nächste Partie haben sie in der Champions League am nächsten Mittwoch in Novy Urengoy/Russland. In der Woche darauf kommt Russlands Meister Kuzbass Kemerovo nach Berlin.

„Wir sind mit richtig viel Energie ins Spiel gegangen, weil wir wussten, dass es wichtig ist, diese drei Punkte zu holen“, sagte Kapitän Moritz Reichert. Geschäftsführer Kaweh Niroomand lobte: „Bis auf die eine kurze Phase im dritten Satz, wo wir nicht ganz fokussiert waren, war es eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft.“

BR Volleys spielen sich in einen Rausch

Im ersten Satz arbeiteten sich die Berliner Punkt für Punkt einen kleinen Vorsprung heraus. Angeführt von einem in dieser Phase nicht zu stoppenden Benjamin Patch, der auch den Satzball verwandelte, wurde der slowenische Meister in die Knie gezwungen.

Im zweiten Abschnitt sah es teilweise nach einem Untergang für Ljubljana aus, so spielten sich die BR Volleys in einen Rausch. Jetzt war es nicht mehr Patch, sondern der all seine Erfahrung ausspielende Samuel Tuia, der punktete, wie eben nur er punktet: mit Raffinesse und aus scheinbar unmöglichen Situationen. Auf den Gesichtern der Berliner breitete sich ein Lachen aus.

Im dritten Satz ließ bei den BR Volleys die Konzentration nach

Sie hatten Spaß und genossen ihr fast perfekt funktionierendes Zusammenspiel über den seine Klasse zeigenden Steller Sergej Grankin. Dazu kam eine gute Annahme mit dem herausragenden Libero Julian Zenger im Mittelpunkt. Vielleicht kam die Freude etwas zu früh, denn beim 12:7 im finalen Durchgang ließ kurz die Konzentration nach.

Die aufopferungsvoll kämpfenden Slowenen glichen aus, schafften es aber nie, in Führung zu gehen. Die Entscheidung brachte schließlich ein Ass des Kapitäns Reichert. Der 24-Jährige ist sich aber wie alle in seinem Team bewusst, dass dies nur der – noch relativ leichte – Anfang war. „Ab jetzt“, sagte Reichert, „wird es sehr, sehr schwer.“