Volleyball

BR Volleys im Schnelldurchgang Tabellenführer

Die BR Volleys haben auch ihr viertes Spiel in der Volleyball-Bundesliga gewonnen. Den TV Rottenburg besiegten sie locker mit 3:0.

Volleys-Spieler Jeffrey Jendryk (r.) im Angriff gegen Rottenburg und James Weir.

Volleys-Spieler Jeffrey Jendryk (r.) im Angriff gegen Rottenburg und James Weir.

Foto: nordphoto / Engler / nordphoto

Berlin. Die BR Volleys haben die Gunst der Stunde genutzt. Weil der VfB Friedrichshafen spielfrei war, eroberten die Berliner die Spitze der Volleyball-Bundesliga zurück. Ihr 3:0 (25:16, 25:21, 25:19) gegen den TV Rottenburg, der 26. Sieg im 27. Vergleich, war nie in Gefahr. Stattdessen brauchte der Titelverteidiger die nur 80 Minuten vor 3700 Zuschauern in der Schmeling-Halle auch dazu, sein Team weiter einzuspielen für die schwereren Aufgaben, die in dieser Saison noch warten.

Welches Bundesligateam kann es sich leisten, die Franzosen Pierre Pujol, Nicholas Le Goff und Samuel Tuia nur zuschauen zu lassen? Die BR Volleys sind so hervorragend aufgestellt in diesem Jahr, dass sie es können. Auch Kyle Ensing, bisher einer der Aktivposten in der Mannschaft, wurde wegen einer leichten Verletzung am linken Knie geschont. „Es ist sicher unsere besondere Stärke, dass wir einen so breiten Kader haben“, sagte Kapitän Moritz Reichert, „und jemandem auch mal eine Pause geben. Das hilft uns.“

Und wer für die Franzosen und den Amerikaner auf dem Parkett stand, bildet ja auch das Herz des Teams. Zuspieler Sergej Grankin, Diagonalangreifer Benjamin Patch (11 Punkte) und Mittelblocker Jeffrey Jendryk (10) waren neben Reichert (9) und dem sehr gut aufgelegten Zugang Cody Kessel (14) die stärksten Berliner. Dem hatten die Gäste nicht viel entgegenzusetzen, allenfalls das Talent Tim Grozer (21/15 Punkte), jüngster Bruder des Nationalspielers Georg Grozer.

Die Sätze ähnelten sich. Durch aggressive Aufschläge der BR Volleys standen die Rottenburger so unter Druck, dass sie jeweils bald in Rückstand gerieten. „Da spielt es sich leichter“, sagte Reichert, selbst der beste Aufschläger am Sonntag, dessen Service die Gäste vor kaum lösbare Probleme stellte. Und ein anderes großes Plus: Grankin, Jendryk und Patch harmonierten so gut miteinander, als hätte es die Sommerpause nie gegeben.

„Das ist wie mit dem Radfahren“, sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „wenn man es einmal kann, fällt man auch nach einer Pause nicht runter.“ Der Manager war zufrieden mit der Konzentration und der Leistung seines Teams. „Auch wenn es bei der Annahme und im Angriff manchmal noch kleinere Probleme gab. Um das zu ändern, dafür sind solche Spiele ja da.“ Und die Saison hat gerade erst begonnen.