Volleyball

BR Volleys spielen sich warm für Sibirien

Die BR Volleys empfangen am Sonntag den TV Rottenburg. Doch in Gedanken sind sie schon bei ihren Champions-League-Spielen im Dezember.

Pierre Pujol hat mit den BR Volleys die ersten vier Saisonspiele gewonnen. Doch nun warten bald weitere schwere Aufgaben.

Pierre Pujol hat mit den BR Volleys die ersten vier Saisonspiele gewonnen. Doch nun warten bald weitere schwere Aufgaben.

Foto: Lisa Ducret / picture alliance / Lisa Ducret/dpa

Berlin. Kaweh Niroomand macht keine großen Umwege in seiner Analyse. Das würde auch irgendwie nicht passen bei den anstehenden Reisestrapazen. „Es hätte uns nicht schlimmer treffen können“, sagt der Geschäftsführer der BR Volleys zur Auslosung der Champions-League-Gruppenphase. Russlands Meister Kuzbass Kemerovo trägt seine Spiele gut 5000 Kilometer entfernt von Berlin aus, ebenso Fakel Novy Urengoy, der zweimalige CEV-Cup-Sieger. Die Städte Kemerovo und Novy Urengoy liegen in Westsibirien. Da ist der dritte Gegner Ach Volley Ljubljana, 15 Mal in Folge slowenischer Meister, beinahe ein Nachbar. „Diese Gruppe“, klagt Niroomand, „ist genau das, was wir nicht haben wollten.“

Allein die Visa verursachen Kosten von 7000 Euro

Finanziell kommen erhebliche Kosten auf seinen Verein zu, allein die russischen Visa kosten insgesamt rund 7000 Euro. Und sportlich ist die Herausforderung auch groß. Kemerovo hat es schließlich geschafft, Europas bestem Team Zenit Kasan den nationalen Meistertitel abzujagen. Und auch das zweite russische Team ist stark besetzt, unter anderem mit dem Ex-Berliner Erik Shoji. Der Libero twitterte nach der Auslosung: „Ich freue mich riesig!“ Und fügte süffisant hinzu: „Vergesst nicht, eure wärmste Kleidung einzupacken.“

Es nützt aber alles nichts: Die BR Volleys haben ja nichts anderes vor, als die Gruppenphase erfolgreich zu überstehen. Das wäre mit Tabellenplatz eins gesichert, mit Rang zwei nur eventuell. Die fünf Ersten und drei von fünf Zweitplatzierten ziehen ins Viertelfinale ein. Im Dezember finden die ersten drei Spiele der Königsklasse statt. Zwischen dem 3. und 5. Dezember kommt Ljubljana in die Schmeling-Halle, danach folgt die Reise nach Urengoy (10. - 12. Dezember). Zum Abschluss der Hinrunde (17. - 19. Dezember) gastiert Kemerovo in Berlin.

Rottenburg hat von 26 Duellen 25 verloren

Da tut es gut, dass der Saisonstart der BR Volleys sehr gelungen ist mit vier Siegen in vier Spielen, unter anderem dem Gewinn des Supercups. Von nun an geht es darum, als Team noch besser zusammenzuwachsen, um bereit zu sein für die Champions League. „Für uns ist ab jetzt jedes Spiel auch eine gute Vorbereitung auf den wichtigen Dezember“, sagt Niroomand. Zum Beispiel die Partie an diesem Sonntag (16 Uhr, Schmeling-Halle) gegen den TV Rottenburg. Ohne den wackeren Schwaben zu nahe treten zu wollen: Sie sind krasser Außenseiter, haben von 26 Vergleichen mit den BR Volleys 25 verloren, die letzten fünf Duelle jeweils 0:3.