Volleyball

Berlin Volleys triumphieren im Supercup

Die Berlin Volleys gewinnen zum ersten Mal den Supercup. Der deutsche Meister besiegt den VfB Friedrichshafen souverän mit 3:0.

Strahlende Sieger: Die Berlin Volleys feiern den Gewinn des Supercups.

Strahlende Sieger: Die Berlin Volleys feiern den Gewinn des Supercups.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Hannover. Der deutsche Volleyball-Meister Berlin Recycling Volleys hat zum ersten Mal in der Klubgeschichte den Supercup gewonnen. Im Duell zwischen Meister und dem Pokalsieger feierte die Mannschaft von Trainer Cédric Énard gegen den VfB Friedrichshafen am Sonntag in Hannover einen ungefährdeten 3:0 (25:20, 25:18, 25:15)-Erfolg. In den bisherigen drei Spielen in dem seit 2016 stattfindenden Wettbewerb hatte stets das Team vom Bodensee gegen den Hauptstadtklub gewonnen.

„Wir haben drei Sätze konstant auf gutem Niveaus durchgespielt“, sagte Volleys-Kapitän Moritz Reichert. „Uns hat das Emotionale, das Kämpferische gefehlt“, klagte dagegen VfB-Libero Markus Steuerwald hinterher.

Die Berlin Volleys begannen ohne ihren erst Freitagmorgen vom Weltcup in Japan zurückgekehrten Russen Sergej Grankin. Als Zuspieler durfte der Franzose Pierre Pujol ran. Im ersten Satz übernahm der deutsche Meister erstmals die Führung beim 15:14 durch ein Ass von Nicolas Le Goff. Danach hatte das Team von Trainer Énard die Sicherheit, um nach einer kleinen Aufschlagserie von Kapitän Reichert vorentscheidend davonzuziehen. Le Goff verwandelte den zweiten Satzball.

Berlins Kapitän Reichert zum MVP gewählt

Im zweiten Durchgang distanzierten die BR Volleys ihren Gegner erstmals beim Stande von 14:7 mit sieben Punkten Vorsprung. Friedrichshafen hatte fortan dem wuchtigen Angriffsspiel des Gegners wenig entgegenzusetzen. Immer wieder scheiterte der VfB an guten Blockaktionen des Gegners, zudem überzeugte Libero Julian Zenger bei den Volleys mit starker Annahme.

Im dritten Satz machte sich angesichts der Überlegenheit der BR Volleys fast schon Resignation breit auf der anderen Seite des Netzes. Reichert, hinterher zum besten Spieler seiner Mannschaft (MVP) gewählt, Le Goff und Samuel Tuia nutzten konsequent die Räume, um im gegnerischen Feld die Bälle punktebringend zu platzieren.

Das Supercup-Finale erlebte eine Weltpremiere der besonderen Art. Die Partie wurde als erstes Pflichtspiel in einer olympischen Sportart auf einem interaktiven LED-Glasboden ausgetragen. Die Technik stammt vom deutschen Unternehmen ASB GlassFloor. Auf dem spektakulären Untergrund können unter anderem unter Mithilfe eines Trackingsystems die Aktionen der Sportler ähnlich wie bei einem Computerspiel grafisch animiert werden.