Volleyball

BR Volleys holen Libero aus Polen

Adam Kowalski aus Polen verstärkt Meister BR Volleys auf der Liberoposition. Damit ist der Kader bis auf einen zweiten Zuspieler komplett.

Adam Kowalski soll bei den BR Volleys eine Alternative zu Stammlibero Julian Zenger werden.

Adam Kowalski soll bei den BR Volleys eine Alternative zu Stammlibero Julian Zenger werden.

Foto: PlusLiga / BM

Berlin.. Das vorletzte Puzzleteil für eine erfolgreiche Titelverteidigung hat der deutsche Volleyball-Meister BR Volleys in der starken polnischen Plus-Liga gefunden. Adam Kowalski kommt von Chemik Bydgoszcz und soll auf der Liberoposition dem deutschen Nationalspieler Julian Zenger Konkurrenz machen. „Wir haben Julian als Stammlibero verpflichtet. Adam gibt uns mehr Möglichkeiten, auf eventuelle Verletzungen zu reagieren und unseren Spielern auch mal Pausen zu gönnen“, sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand.

Erster Pole seit Kardas und Kasprzak

In den vergangenen Jahren haben die BR Volleys ihr Team vor allem mit Amerikanern, Franzosen und Deutschen verstärkt. Aber Kowalski ist nicht der erste Pole bei den Berlinern. Von 1995 bis 1997 spielte Marian Kardas, von 1994 bis 1997 Waldemar Kasprzak für den Klub. Damals allerdings noch unter dem Namen des Stammvereins SC Charlottenburg in der Sömmeringsporthalle. Seitdem hat sich der Volleyball auch in Polen enorm weiterentwickelt. „Es ist ein gutes Zeichen“, sagt Niroomand, „dass sich Spieler aus unserem so volleyballbegeisterten Nachbarland für die Bundesliga entscheiden.“

Kowalski ist Annahme- und Abwehrspezialist, 1,80 Meter groß und hat eine sehr gute Volleyball-Ausbildung erfahren. Sein Vater, ein Volleyball-Trainer, schickte ihn auf die Talenteschmiede von Czestochowa. Zweimal gewann sein Team die polnische Nachwuchsmeisterschaft, damit qualifizierte er sich für Engagements in der Plus-Liga. Drei Jahre trug er das Trikot von Czarni Radom, 2016/17 von AZS Czestochowa, zuletzt gehörte er zwei Spielzeiten zur Mannschaft von Chemik Bydgoszcz.

Jetzt fehlt nur noch der zweite Zuspieler

Jetzt also die erste Station im Ausland, bei der besten Adresse in Deutschland. „Berlin gewinnt regelmäßig Titel und spielt in der Champions League“, sagte Kowalski, „es ist auch in Polen bekannt, dass Team und Management auf Topniveau arbeiten. Man kann sich hier als junger Spieler gut entwickeln. Das möchte ich tun und dabei so viel wie möglich lernen.“

Kowalski ist nach JT Hatch (Al-Ahli Club Volley/Katar), Julian Zenger (UV Frankfurt), Cody Kessel (Lüneburg) und Kyle Ensing (Long Beach State University) der fünfte Zugang für die kommende Saison. Vakant ist noch die Position des zweiten Zuspielers neben Volleys-Star Sergey Grankin.