Beachvolleyball

Ludwig: „Für Olympia reißen wir uns den Hintern auf“

Laura Ludwig und Margareta Kozuch sind auch nach dem WM-Aus in Hamburg optimistisch, sich für die olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren.

Aus in der Runde der letzten 32: Für Margareta Kozuch (r.) und Laura Ludwig ist die WM in Hamburg früher vorbei als gedacht.

Aus in der Runde der letzten 32: Für Margareta Kozuch (r.) und Laura Ludwig ist die WM in Hamburg früher vorbei als gedacht.

Foto: Christian Charisius / dpa

Hamburg.. Hier ein Lächeln, da ein Selfie mit den Fans: Trotz der Enttäuschung über das frühe Aus bei der Weltmeisterschaft in Hamburg blickte Laura Ludwig schnell wieder nach vorn. „Im Großen und Ganzen werden wir hier mehr positive Sachen rausnehmen“, sagte die Beachvolleyball-Olympiasiegerin nach dem 0:2 gegen die US-Amerikanerinnen Summer Ross/Sara Hughes in der Runde der letzten 32 am Rothenbaum.

Positive Erkenntnisse bleiben

„Wir hatten hier sehr viele Spiele, in denen wir gelernt haben, wie wir als Team zusammen auftreten, wie wir uns unterstützen können. Das war auf jeden Fall positiv“, sagte die 33-Jährige, die erst seit sechs Monaten mit der früheren Hallen-Nationalspielerin Kozuch ein Team bildet. Vor zwei Jahren war Ludwig noch mit Kira Walkenhorst Weltmeisterin geworden. Vor drei Jahren Olympiasiegerin.

Viel Zeit, am Teamgefüge zu feilen, die Abstimmung zu optimieren, bleibt dem Duo vom Hamburger SV nicht. Für die WM erhielten die beiden eine Wildcard, viele Punkte für die Olympia-Qualifikation sprangen nach dem Aus im Sechzehntelfinale nicht heraus. „Klar hätte man hier viele Punkte machen können, aber das frühe Aus wirft uns nicht zurück“, betonte die gebürtige Berlinerin Ludwig dennoch.

In Gstaad geht es um viele Olympia-Punkte

Schon in der kommenden Woche sind Ludwig/Kozuch beim Major-Turnier in Gstaad in der Schweiz gefordert, das Team muss zunächst die Qualifikation überstehen. „Das wird ganz, ganz wichtig, da gibt es auch viele Punkte“, sagte Kozuch, die sich im zweiten Satz wegen Atemproblemen behandeln lassen musste. „Es gab viele Gründe, warum wir nicht zu unserer Tagesform gefunden haben, das war nur ein kleiner davon. Ich bin wieder fit“, so die 32-Jährige.

Auf der Suche nach den Ursachen soll eine Analyse mit dem Trainerteam die nötigen Erkenntnisse bringen, damit das Duo sein Potenzial endlich voll abrufen kann. In Hamburg deuteten die beiden in der Vorrunde an, was sie können - was (noch) nicht klappt, war aber ebenfalls gut zu sehen.

Das neue Duo muss sich noch finden

Ein Jahr vor Olympia in Tokio ist klar: Ludwig und Kozuch müssen sich noch finden. „Wir haben sehr, sehr viel trainiert in den letzten Wochen. Die Zeit ist natürlich begrenzt. Die Erfahrung muss über die Spiele kommen, über die Turniere. Unser großes Ziel ist es, konstant zu zeigen, was wir können“, hatte Ludwig vor der Partie gesagt. Doch es klappte nicht.

Die gestürzte Weltmeisterin Ludwig versprach jedoch, die Fans würden im Kampf um einen Olympia-Startplatz 2020 weiter „zwei blonde Damen“ erleben, die sich „den Hintern aufreißen“. Sie fügte hinzu: „Mein Herz brennt.“

Schmerzliches Ende eines Traums

Den Veranstaltern brach nach dem Scheitern von Deutschlands Vorzeigeduo das Zugpferd weg, bei den Frauen hielten nun lediglich Karla Borger und Julia Sude die deutschen Fahnen hoch. Als einziges Team zogen sie ins Achtelfinale ein. Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hatte mit Julius Thole und Clemens Wickler zwar ein weiteres Eisen im Feuer. Wie schnell der große Traum allerdings vorbei sein kann, mussten bereits Ludwig/Kozuch schmerzlich erfahren.