Volleyball

BR Volleys verpflichten US-Nationalspieler

Volleyball-Meister BR Volleys hat eine weitere Verstärkung für die nächste Saison verpflichtet: US-Nationalspieler Kyle Ensing.

Kyle Ensing (hinten) gegen einen russischen Dreierblock: Nichts Ungewöhnliches für den US-Nationalspieler. Der 22-Jährige kommt zu den BR Volleys.

Kyle Ensing (hinten) gegen einen russischen Dreierblock: Nichts Ungewöhnliches für den US-Nationalspieler. Der 22-Jährige kommt zu den BR Volleys.

Foto: Emmanuele Ciancaglini / imago/ZUMA Press

Berlin. Auf eines können sich Kyle Ensings neue Mitspieler bei den BR Volleys schon mal einstellen: Mit dem Duschen wird es zukünftig ein bisschen länger dauern. Jedenfalls behauptet das Erik Shoji, der den Diagonalangreifer aus der US-Nationalmannschaft kennt und auch die Waschräume des zehnmaligen deutschen Volleyball-Meisters aus den Jahren 2014 bis 2016, als er selbst hier spielte.

Zwei-Jahres-Vertrag für den 22-Jährigen

Ensing dusche 30 Minuten, erklärte Shoji in einem Spaß-Video, das die BR Volleys verbreiteten und in dem viele Amerikaner zu Wort kamen, aktuelle und ehemalige Berliner. Dustin Watten zum Beispiel verriet den Spitznamen des Neuen: Drohne. Man darf daraus wohl schließen, dass er so hoch springen kann, dass er über allen anderen schwebt.

Der Verein bestätigte am Mittwoch: Kyle Ensing, 22 Jahre jung, zweimaliger College-Meister mit der Long Beach State University in Los Angeles, ist der dritte Zugang für die im Oktober beginnende Saison nach Julian Zenger und Cody Kessel und unterschreibt einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Scott Touzinsky empfahl seinen Landsmann

Genau zwei Meter ist er groß. Damit setzt sich die Amerikanisierung des Kaders fort, in dem mit Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk und Kessel bereits drei Landsleute stehen. Ein fünfter soll noch hinzukommen. „Wir haben mit vielen unserer US-Boys sehr positive Erfahrungen gemacht“, erklärt Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „sie bringen eine ganz besondere Mentalität mit, und ich bin sicher, die steckt auch in Kyle.“

Empfohlen wurde der junge Mann von einem weiteren Amerikaner, der als Kapitän der Meisterteams von 2013 bis 2015 in Berlin unvergessen ist. Scott Touzinsky war die vergangenen zwei Jahre Co-Trainer an Ensings Universität und sagt: „Ich bin sicher, ihm steht eine lange und erfolgreiche Karriere in Europa und der Nationalmannschaft bevor.“ Die Volleys geben wie schon häufiger in der jüngeren Vergangenheit einem jungen Amerikaner die Chance, sich hier zu präsentieren. Bisher wurden sie nie enttäuscht.

Vorfreude auf Bratwurst und Kartoffelklöße

Vorher hat sich Ensing, dessen Ur-Ur-Großeltern 1879 aus Deutschland in die USA auswanderten, im US-Team nach Berlin erkundigt. „Alle meine Mitspieler haben mir dazu geraten, hier meine Profikarriere zu starten“, sagt er nun, „in Berlin erwarten mich ein professioneller Verein, eine starke Liga und eine einmalige Atmosphäre.“ Und auf etwas anderes freut er sich auch noch, das hängt bestimmt mit seiner Abstammung zusammen: „Bratwurst und Kartoffelklöße“.