Volleyball

Wie der erste Satz die BR Volleys den Sieg kostet

Weil die Berliner im dritten Finale gegen Friedrichshafen verlieren, stehen sie am Mittwoch in eigener Halle unter Erfolgsdruck.

Die BR Volleys können den zweiten Sieg des VfB Friedrichshafen im dritten Finalspiel nicht abwehren.

Die BR Volleys können den zweiten Sieg des VfB Friedrichshafen im dritten Finalspiel nicht abwehren.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Am Ende waren sich alle einig. Der Knackpunkt? Das war der erste Satz. „Den dürfen wir nicht einfach so herschenken“, sagte Außenangreifer Moritz Reichert. Und auch Manager Kaweh Niroomand befand: „Das war fahrlässig.“ Und so waren die Blicke am Sonntagnachmittag so leer wie die Hände, mit denen die BR Volleys die Rückreise in die Hauptstadt antreten mussten.

Trotz einer recht überzeugenden Leistung im dritten Finalspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft unterlagen die Berliner dem VfB Friedrichshafen mit 1:3 (29:31, 21:25, 25:13, 19:25) und sind in der Best-of-five-Serie nun 1:2 in Rückstand geraten.

Volleys vergeben sieben Satzbälle im ersten Durchgang

Dabei war es dieser erste Satz, der den Ausschlag gegeben hatte. „Den müssen wir gewinnen, das ist gar keine Frage“, sagte Mittelblocker Georg Klein. Denn die Berliner hatten stark angefangen, sich zum Ende des ersten Durchgangs eine Sechs-Punkt-Führung (22:16) erarbeitet. „Da haben wir unseren besten Volleyball in dieser Saison gespielt“, sagte Niroomand.

Den Lohn dafür konnten die Volleys aber auch deshalb nicht einstreichen, weil sie gleich sieben Satzbälle vergaben. „Das war der Weckruf für Friedrichshafen“, meinte Niroomand. „Davon haben wir uns nicht erholt.“ Die Gastgeber vom Bodensee holten sich vor 3017 Zuschauern den zweiten Satz beinahe mühelos.

Am Mittwoch stehen die Berliner unter Siegzwang

Und auch wenn die Volleys einen mutmachenden dritten Durchgang zeigten, in dem sich der VfB den harten Aufschlägen von Reichert und den cleveren Angriffen vom wieder einmal starken Kyle Russell früh geschlagen gab, fehlte doch die Konstanz über die gesamte Spielzeit zu dominieren. „Der Anteil der eigenen Fehler war wieder zu hoch“, monierte Niroomand.

Die sollten die Berliner abstellen, wollen sie im vierten Finalspiel am Mittwoch (18.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) den ersten Matchball der Friedrichshafener abwehren und ihre Chance auf die Titelverteidigung wahren. „Die Fähigkeiten sind da. Wenn wir halbwegs an die Leistung des ersten Satzes rankommen, brauchen wir uns vor Friedrichshafen nicht zu fürchten“, sagt Niroomand. Und schon gar nicht mit den eigenen Fans im Rücken.