Volleyball

BR Volleys sind nach diesem Krimi wieder im Titelrennen

Im dramatischen zweiten Finalspiel setzen sich die Berliner gegen Friedrichshafen knapp mit 3:2 durch und tanken Selbstbewusstsein.

Samuel Tuia (M.) und Moritz Reichert freuen sich über den Sieg gegen den Dauerrivalen.

Samuel Tuia (M.) und Moritz Reichert freuen sich über den Sieg gegen den Dauerrivalen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin.  Den meisten Ballons, die vor dem Spiel verteilt worden waren, war im fünften Satz längst die Luft ausgegangen. Die BR Volleys aber waren auch in der entscheidenden Phase des zweiten Finalspiels gegen den VfB Friedrichshafen immer noch mit voller Kraft dabei.

„Da haben wir Bälle gespielt, für die wir sonst 20 Versuche brauchen“, lobte Manager Kaweh Niroomand den Einsatz seiner Mannschaft, der letztlich auch belohnt wurde: Die Gastgeber gewannen die Partie am Donnerstag mit 3:2 (17:25, 25:22, 28:26, 21:25, 15:13) und glichen damit in der Best-of-Five-Serie zum 1:1 aus. „Das sind die Spiele, für die wir leben“, kommentierte Kapitän Sebastian Kühner den Krimi.

Kyle Russell läuft zu großer Form auf

Dabei hatte der packende Volleyballabend aus Sicht der Berliner zäh begonnen. Im ersten Satz gelangen ihnen nur selten einmal zwei Punkte hintereinander. Erst danach fanden sie vor 7309 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle besser ins Spiel.

Der Block stand nun sicherer, und vor allem Kyle Russell lief in der Offensive zu großer Form auf. Im Tie-Break besorgte der überragende Amerikaner den entscheidenden Punkt.

„Ich hatte nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel verlieren könnten“, sagte er. Aus seinen Worten sprach das Selbstbewusstsein eines Champions. Zum dritten Spiel am Sonntag am Bodensee (14.30 Uhr) reisen die BR Volleys mit breiter Brust.