Volleyball

Volleys kämpfen in den Alpen um ihr neuntes Finale

Berliner treten im ersten Halbfinale bei den Alpenvolleys Haching an. Dort wollen sie einen weiteren Schritt Richtung Saisonziel machen.

Für Zuspieler Sebastian Kühner und die BR Volleys geht es in der Runde der letzten Vier um die neunte Finalteilnahme.

Für Zuspieler Sebastian Kühner und die BR Volleys geht es in der Runde der letzten Vier um die neunte Finalteilnahme.

Foto: Sport Moments/Basting / picture alliance / Sport Moments/Basting

Berlin. Die Aussicht ist vielversprechend. Alpenpanorama, schneebedeckte Berggipfel am Stadtrand von Innsbruck und das malerische Inntal. Noch schöner finden die BR Volleys allerdings die Aussicht auf den Einzug ins Finale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft. Um dorthin hinzukommen, braucht der Titelträger an diesem Mittwoch (19 Uhr, Livestream auf www.sporttotal.tv) jedoch einen Sieg im ersten Play-off-Halbfinale bei den Alpenvolleys Haching – in eben jener idyllischen Umgebung.

In der Hauptrunde gab es einen Sieg und eine Niederlage

Die Serie im Modus „Best of five“ startet in der Olympiahalle in Innsbruck. Weil die Hachinger die Hauptrunde auf dem zweiten Platz beendeten, hat das deutsche-österreichische Team Heimrecht. „Dieser Heimvorteil wird doch erst dann wichtig, wenn es am Ende ein fünftes Spiel geben sollte“, zeigte sich Volleys-Manager Kaweh Niroomand unbeeindruckt.

Soweit wollen es die Berliner gar nicht erst kommen lassen. Zwar treffen die Volleys auf das Team mit den meisten Bundesligasiegen in der Hauptrunde (19), im direkten Duell steht es allerdings 1:1. „Ich glaube, es gibt in diesem Play-off-Halbfinale keinen Favoriten“, sagte Cheftrainer Cédric Énard. „Diese Serie kann lang werden, aber ein guter Start wäre natürlich trotzdem wertvoll für uns.“

Gegen Düren standen die Berliner kurz vor dem Aus

Es wäre ein erster kleiner Schritt in Richtung Saisonziel, in Richtung Meisterschaft. Die war allerdings in der Viertelfinal-Serie zwischenzeitlich außer Reichweite gerückt, weil die Berliner gegen Düren ins entscheidende dritte Spiel mussten. Dass sie das drohende Saisonende abwenden konnten, soll Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben. „Wir wachsen mit jedem Spiel“, sagte Niroomand.

Dementsprechend selbstbewusst gehen die Berliner ins erste Halbfinale, empfangen die Alpenvolleys dann am Sonnabend (17.30 Uhr, Sport1) in der Schmeling-Halle. Schließlich hat die Mannschaft um Kapitän Kühner eine schlagkräftige Truppe beisammen. „Wir haben den breitesten und vielleicht auch besten Kader der Bundesliga. Jeder einzelne Spieler kann bei uns Impulse setzen“ sagte der 32-Jährige.

Im Finale warten Friedrichshafen oder Lüneburg

Ein Erfolg im Halbfinale würde für den deutschen Meister bereits die neunte Finalteilnahme nacheinander bedeuten. Im Endspiel warten dann entweder Dauerrivale Friedrichshafen mit Trainer Vital Heynen oder aber die SVG Lüneburg. Vorher gilt es aber erst einmal in der Runde der letzten Vier zu bestehen. „Haching spielt einen athletischen Volleyball. Sie sind routiniert und treten sehr kompakt auf“, sagte Kühner. Der Zuspieler hält aber dagegen: „Solche spielstarken Mannschaften liegen uns.“ Das sind doch gute Aussichten.