Volleyball

BR Volleys ziehen ins Halbfinale ein

Die Berliner mussten hart kämpfen gegen Düren, setzten sich aber im dritten Spiel mit 3:0 durch. Nun wartet Haching auf die BR Volleys.

Die BR Volleys freuen sich über den Sieg gegen Düren

Die BR Volleys freuen sich über den Sieg gegen Düren

Foto: O.Behrendtvia www.imago-images.de / imago images / Contrast

Berlin. Sie haben es diesmal nur zwei Sätze spannend gemacht. Die BR Volleys mussten gegen die Powervolleys Düren erheblichen Widerstand brechen und brauchten auch bei knappen Entscheidungen des Schiedsrichters ein bisschen Glück. Doch mit einem 3:0 (25:22, 27:25, 25:15) im entscheidenden dritten Spiel zog der Titelverteidiger mit 2:1 Siegen ins Halbfinale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft ein. Dort trifft er auf die Alpenvolleys Haching. Die Serie, dann nach dem Modus „Best of five“, beginnt am Mittwoch (19 Uhr) bei der deutsch-österreichischen Kombination in Innsbruck.

Leicht machten es die Westdeutschen dem Favoriten auch diesmal nicht vor den 4258 Zuschauern in der Schmeling-Halle. „Es hat lange gedauert, bis diese Nuss geknackt war“, sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand. Auch die erste Partie hatte Düren 0:3 verloren, die zweite 3:2 für sich entschieden.

Kluge Wechselspiele des Trainers

Doch in allen drei Aufeinandertreffen trennte beide Teams nicht allzu viel. Diesmal begannen die BR Volleys sehr konzentriert, machten wenige Fehler und setzten Düren mit guten Aufschlägen unter Druck. Bald schon führten sie 11:6 und verteidigten diesen Vorsprung mehr oder weniger bis zum Satzende. Den dritten von vier Satzbällen nutzte Moritz Reichert.

Dramatisch verlief der zweite Abschnitt. Hier hatten die Gäste sich bald einen Vorteil erkämpft, der ihnen aber nur eine scheinbare Sicherheit gab. Denn Volleys-Trainer Cedric Enard wechselte klug, brachte Sebastian Kühner in der Annahme für Sergej Grankin und auf Diagonal Kyle Russell für Benjamin Patch. „Das war ein sehr wichtiger Moment in diesem Spiel“, lobte der ausgewechselte Grankin seinen Coach.

Stammformation lässt nichts anbrennen

„Kyle und ich haben ein bisschen Energie reingebracht“, sagte Kapitän Kühner zurückhaltend. Russell nutzte seine Chance und sammelte Punkt auf Punkt. Dennoch hätte es nicht gereicht für sein Team, wenn die Schiedsrichter nicht zweimal in sehr strittigen Situationen zugunsten des deutschen Meisters entschieden hätten. So machte er den Rückstand wett und nutzte erneut den dritten Satzball zum 27:25. Es passte, dass Russell ihn verwandelte.

Anschließend schickte Enard wieder seine Stammformation aufs Feld, auch das eine weitsichtige Entscheidung. Aber Düren wirkte jetzt demoralisiert. Adam White, der phasenweise etwas unkonzentriert unterwegs war, machte nun wichtige Punkte. Die Berliner führten von Beginn an, bauten den Vorsprung immer weiter aus, ließen nicht nach und belohnten sich mit einem letztlich ungefährdeten Halbfinaleinzug.

Der Klubchef ist erleichtert

Wichtige Faktoren waren dabei die klar bessere Blockabwehr Berlins (10:5), die bessere Angriffseffizienz sowie das kluge Wechselspiel Enards im zweiten Durchgang. „Genial“, fand das Niroomand, der kein Geheimnis über seine Erleichterung machte: „Es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn wir als deutscher Meister hier im Viertelfinale ausgeschieden wären.“