Volleyball-Viertelfinale

BR Volleys: Selbstbewusst ins entscheidende Spiel

Der Druck auf die Berliner ist hoch im dritten Viertelfinalduell gegen Düren. Doch der Heimvorteil soll helfen.

Trainer Cedric Enard muss den richtigen Weg vorgeben

Trainer Cedric Enard muss den richtigen Weg vorgeben

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Jeffrey Jendryk ist wirklich ein unerschütterlicher Optimist. Das geht so weit, dass der Mittelblocker der BR Volleys selbst der Tatsache noch etwas Positives abgewinnen kann, dass er mit seinem Team am Sonntag (19 Uhr, Max-Schmeling-Halle) im Viertelfinale der Volleyball-Bundesliga nun ein drittes und letztes Mal gegen die Powervolleys Düren antreten muss. „Jeder Tag, an dem ich Volleyball spielen kann, ist ein guter Tag“, sagt der US-Amerikaner. Einst war ihm die Sportart verpönt, doch jetzt kann er gar nicht genug davon bekommen. Die Saison dürfte daher gern noch ein wenig weitergehen.

Doch der Schritt ins Halbfinale wird kein Spaziergang, so viel ist nach den ersten beiden Spielen klar. Im ersten Duell waren die BR Volleys klar besser und siegten 3:0. Auch Jendryk zeigte eine starke Leistung; im zweiten Satz blockte er dreimal hintereinander erfolgreich und beendete ihn später per Ass. Einen solchen Auftritt braucht es auch diesmal. Zugleich müssen die BR Volleys die Defizite des zweiten Spiels (2:3) abstellen, als sie sich bei einer 2:1-Satzführung wohl zu sicher waren, dann aber zu viele Fehler machten.

Charaktertest für das vermeintliche Spitzenteam

„Wir müssen aggressiv spielen, aber wir dürfen es auch nicht übertreiben“, meint Jendryk. Das zeigt den schmalen Grat, auf dem die Berliner wandeln. Scheiden sie gegen Düren vorzeitig aus, wäre auch die letzte Titelchance dahin und die Saison endgültig eine Enttäuschung. Gewinnen sie aber, ist zumindest die Meisterschaft als ohnehin oberstes Saisonziel weiterhin möglich.

Das Spiel am Sonntag ist somit auch ein Charaktertest für die Mannschaft, die trotz der klar erkennbaren Leistungssteigerung in den vergangenen Wochen noch immer nicht alle Zweifel daran ausräumen konnte, ob die BR Volleys in dieser Saison wirklich ein Spitzenteam sind. „Der Druck liegt bei uns. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir damit umgehen können“, sagt Jendryk. Wichtig sei, das entscheidende Spiel zu Hause bestreiten zu können, das Berliner Publikum sei stets wie ein siebter Mann. Nach der Niederlage habe ein Mitspieler zu ihm gesagt, dass man dadurch eben die Gelegenheit bekomme, die Serie vor den eigenen Fans zu beenden. Jendryk ist offenbar nicht der einzige, der sich seinen Optimismus nicht nehmen lässt.