Volleyball

Immer wieder Friedrichshafen

| Lesedauer: 2 Minuten
Kirsten OPITZ
Immer wieder Friedrichshafen: Die Schwaben können einfach Pokal. Sie gewannen ihn schon zum 16. Mal.

Immer wieder Friedrichshafen: Die Schwaben können einfach Pokal. Sie gewannen ihn schon zum 16. Mal.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Der VfB Friedrichshafen gewann zum 16. Mal den deutschen Volleyball-Pokal. Im Finale war Lüneburg beim 0:3 chancenlos.

Mannheim. Der VfB Friedrichshafen bleibt im Pokalfinale eine scheinbar unbezwingbare Macht. Der Rekordtitelträger gewann in der SAP-Arena in Mannheim gegen die SVG Lüneburg klar mit 3:0 (25:23, 25:18, 25:16) und feierte den dritten Endspiel-Sieg in Serie sowie bereits den 16. insgesamt. Lüneburg muss fünf Jahre nach dem Aufstieg in die Bundesliga weiter auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte warten. „Ich freue mich sehr für meine Spieler“, sagte VfB-Trainer Vital Heynen, „das Pokalfinale bleibt das größte Volleyballspiel in Deutschland.“

In der Neuauflage des Pokalfinales von 2015 agierte der Außenseiter aus Lüneburg zu Beginn frech und mutig. Jeder Punkt der Nordlichter wurde frenetisch gefeiert, die Mannschaft von Trainer Stefan Hübner konnte sich im ersten Durchgang auch immer wieder eine knappe Führung erarbeiten, rettete diese aber nicht über die Zeit. „Friedrichshafen ist eben eine Mannschaft, die immer etwas ändern kann“, erklärte Hübner den Bruch im Spiel seiner Mannschaft nach dem ersten Satz, „wir haben darauf keine Antwort gefunden. Man muss die Qualität des Gegners aber auch anerkennen.“

Vor vier Jahren waren die Lüneburger in nur 68 Minuten mit 0:3 untergegangen, auch dieses Mal schaffte es die Mannschaft von Trainer Stefan Hübner nur phasenweise mitzuhalten. „Die Lüneburger spielen ihre bisher beste Saison“, hatte Heynen vor dem Spiel gesagt und ein Spiel auf Augenhöhe prophezeit. Doch ein Coup wie im Halbfinale, als die SVG den deutschen Meister BR Volleys nach einem 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2 aus dem Wettbewerb beförderte, blieb aus. „Ab Satz zwei“, sagte Heynen, „haben wir das Spiel kontrolliert.“

Die mit zahlreichen Nationalspielern gespickte Mannschaft vom Bodensee nutzte jeden Fehler des Gegners gnadenlos aus. Obwohl Lüneburg das Bundesliga-Auswärtsspiel gegen die Häfler am 12. Januar noch mit 3:2 gewonnen hatte und damit den ersten Sieg überhaupt am Bodensee holte, fand die Mannschaft vor 10.287 Zuschauern in der SAP-Arena kein Rezept gegen den übermächtigen Gegner und kassierte am Ende erneut ein 0:3.

Friedrichshafen hat damit seit der Niederlage 2011 gegen Generali Haching (2:3) kein Pokal-Endspiel mehr verloren. 2013 und 2016 war der Verein bereits im Viertelfinale gescheitert.

( sid )