Champions League

BR Volleys stehen in der Königsklasse vor dem Aus

Das 0:3 gegen Trefl Gdansk. war für die BR Volleys die dritte Niederlage in Folge in der Champions League.

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Berlin. Die BR Volleys sind wirklich nicht zu beneiden. Da haben sie in Olympiasieger Sergei Grankin einen neuen Hoffnungsträger verpflichtet. Doch der Russe ist in der Champions League nicht einsatzberechtigt und sah am Mittwoch in der Schmeling-Halle als einer von 4138 Zuschauern nur zu. Und wurde so Zeuge der dritten Berliner Niederlage in Folge in der Königsklasse, diesmal mit 0:3 (20:25, 21:25, 36:38) gegen Trefl Gdansk.

Grankin sah auch, wie sich auf seiner Position des Zuspielers gleich wieder ein kleines Drama entwickelte. Sebastian Kühner startete, doch nichts gelang. Trainer Cédric Enard zögerte nicht lange und wechselte nach dem 1:7-Fehlstart Jan Zimmermann ein, der mittlerweile eigentlich am weitesten aufs Abstellgleis geraten war. Der 25-Jährige machte seine Sache so anständig, dass beide Teams nun auf Augenhöhe waren. Nicht weniger sollte man erwarten vom deutschen Meister. Trefl belegt in der polnischen Plus-Liga nur den zehnten Platz und verlor dort vier der vergangenen Partien.

Wiedersehen mit Ex-Volleys-Spieler Ruben Schott

Im ersten Satz kamen die Berliner nicht mehr so heran, um ihn noch einmal eng werden zu lassen. Seine ersten Punkte auf Seiten der Gäste sammelte hier schon der gebürtige Berliner Ruben Schott; der 24-Jährige spielt seit dieser Saison für das polnische Team und gehört dort zu den Leistungsträgern. Er schlug auch gestern gut auf und war fast perfekt in der Ballannahme. Am Ende kam Schott auf elf Punkte.

Der zweite Durchgang war schon spannender, plötzlich gelangen den Berlinern um den Franzosen Nicolas Le Goff die ersten Blocks, sogar drei in Folge, und die Fans glaubten an eine Wende. Bis zum 20:19 führten die Berliner, aber dann wurde dieser Abschnitt viel zu leicht erneut abgegeben. Geradezu dramatisch wurde es dann im dritten Satz, der 43 Minuten dauerte. Die BR Volleys hatten mehr Sicherheit, standen gut in der Annahme und lagen über weite Strecken in Führung. Sogar 24:21, vergaben jedoch diese drei Satzbälle ebenso wie fünf weitere, die folgten.

Es sagt alles, dass danach auch die Polen erst ihren achten Matchball verwandelten. Geknickt verließen die Gastgeber das Parkett. Zwar haben sie noch rechnerische Chancen auf die nächste Runde, allerdings rechnet niemand mehr damit. Wenn man ehrlich ist, haben die BR Volleys andere Sorgen. „Die Champions League“, sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „ist für uns gegessen. Wir müssen uns jetzt auf die Meisterschaft konzentrieren.“ Da macht auch Grankin wieder mit.

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