Personalpuzzle

Nach Grankin-Verpflichtung: Verlässt Zimmermann die Volleys?

Nach der Verpflichtung von Sergej Grankin ist nicht auszuschließen, dass Zuspieler Jan Zimmermann sich einen neuen Klub sucht.

Foto: pa

Berlin. Bei den Berlin Volleys sind die Karten auf der elementar wichtigen Zuspielerposition neu gemischt worden. Die Verpflichtung des Russen Sergej Grankin zieht die Rückstufung der beiden bisherigen Steller Sebastian Kühner und Jan Zimmermann nach sich. "Grankin ist hier, um bei uns die Nummer eins zu sein", hat sich Volleys-Trainer Cedric Enard bereits festgelegt.

Als Beleg dafür stand der 1,95 Meter große Neuzugang bei der 0:3-Heimniederlage am Mittwoch gegen Erzrivale VfB Friedrichshafen bereits die überwiegende Zeit auf dem Feld, obwohl er erst tags zuvor das Training in Berlin aufgenommen hatte.

Die Neuverpflichtung löst wenig Begeisterung aus

Die Verpflichtung des 34 Jahre alten Regisseurs bis Saisonende löst bei den beiden anderen Zuspielern verständlicherweise wenig Begeisterung aus. "Ich sage dazu nichts, das ist eine Entscheidung des Managers", sagte Zimmermann. Kühner, zuletzt Stammspieler, sieht die Angelegenheit professionell: "Wir betreiben Leistungssport. Der Verein hat auf der Position Handlungsbedarf gesehen. Das muss man akzeptieren."

Nicht auszuschließen ist, dass sich Zimmermann nun einen neuen Verein sucht. Enard würde ihm in dem Fall wohl keine Steine in den Weg legen. "Er ist enttäuscht", sagte der Franzose. "Wenn er bleiben will, ist das in Ordnung. Ansonsten schauen wir mal, was passiert."

Zimmermann war fester Bestandteil im Plan von Manager Kaweh Niroomand, der die Zukunft der BR Volleys auch mit talentierten deutschen Spielern erfolgreich gestalten wollte. Niroomand sieht sich dabei aber in einem Zwiespalt: "Es ist mir nach wie vor eine Herzensangelegenheit, deutsche Spieler bei uns weiterzuentwickeln. Aber auf der anderen Seite will ich auch unser Projekt insgesamt voranbringen."

Derzeit hinkt die Mannschaft in der Liga mit vier Niederlagen aus 13 Spielen den eigenen hohen Ansprüchen weit hinterher. Zudem droht in der Champions League das Aus schon in der Gruppenphase. Im deutschen Pokal war für die Volleys im Halbfinale Endstation.

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