Aus im Pokal

Berlin Volleys sehen sich in einer "misslichen Lage"

Mit 2:0 führten die Berlin Volleys im Pokal-Halbfinale, doch dann brachen sie noch gegen Lüneburg ein.

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Berlin. Die Berlin Volleys laufen weiter ihren hohen Ansprüchen hinterher. "Wir befinden uns in einer sehr misslichen Lage", analysierte Manager Kaweh Niroomand, nachdem die Mannschaft am Donnerstag in Hamburg im Halbfinale des deutschen Pokals mit 2:3 an der SVG Lüneburg gescheitert war. "Wenn wir im Spiel mal eine schwächere Phase erwischen, bricht gleich alles zusammen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison."

Dabei durften sich die Volleys schon auf Endspielkurs wähnen. 2:0 führten sie nach Sätzen und lagen im entscheidenden fünften Durchgang mit 12:9 vorne. "Ein Drei-Punkte-Vorsprung im Tiebreak ist normalerweise mehr als der halbe Sieg", sagte Niroomand. Den Satzgewinn verbuchten indes die Lüneburger mit 15:13.

Volleys legen einen Fehlstart hin

Mit fünf Niederlagen in den ersten zwölf Pflichtspielen dieser Saison haben die Volleys nun einen ähnlichen Fehlstart hingelegt wie 2017/18, als sie unter dem damaligen Trainer Luke Reynolds sechs von zwölf Partien verloren hatten. Personelle Konsequenzen schließt Niroomand jedoch aus: "Ich kann doch nicht nach jedem verlorenen Spiel einen neuen Spieler verpflichten."

Für den Volleys-Manager war auch der Umbruch nach der vergangenen Saison mit inzwischen acht Neuzugängen unumgänglich. Bessere Verdienstmöglichkeiten bei anderen Clubs oder auch private Gründe einzelner Spieler hätten den Ausschlag gegeben für das Auseinanderbrechen der Meistermannschaft. "Wir haben Leuten wie Kromm, Carroll, Perry, Vigrass oder Puyol ja nicht gesagt: Bitte, bitte, geht weg!", stellte Niroomand klar.

"Wir müssen jetzt schnell Konstanz reinkriegen - irgendwie", mahnt der Manager. Schon am Samstag (19.00 Uhr) sind die BR Volleys wieder in der Bundesliga gefordert. Sie treten bei den Netzhoppers KW-Bestensee an. Gegen die Brandenburger hatten die Volleys erst vor drei Wochen im Pokal-Viertelfinale mit 3:0 ein Erfolgserlebnis.

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