Volleyball

BR Volleys kämpfen gegen den Pokal-Fluch

BR Volleys wollen unbedingt das Pokalfinale in Mannheim erreichen. Doch die letzte Hürde Lüneburg ist sehr hoch.

Cédric Énard (Mitte) und seine Spieler haben in dieser Saison noch nicht zu einer Mannschaft gefunden.

Cédric Énard (Mitte) und seine Spieler haben in dieser Saison noch nicht zu einer Mannschaft gefunden.

Foto: dpa Picture-Alliance / nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Die schönsten Volleyballspiele, da ist sich die Bundesliga-Konkurrenz mit den Berlinern einig, finden in der Max-Schmeling-Halle statt. Im Durchschnitt fast 5000 Zuschauer, eine lautstarke Kulisse, da reist jeder Profi gern nach Prenzlauer Berg. Allerdings gibt es in Deutschland einmal im Jahr noch ein anderes, größeres Volleyball-Fest: das Pokalfinale. Aber so oft die BR Volleys in den vergangenen 16 Jahren auch deutscher Meister wurden (acht Titel), der nationale Cup ist für sie ein Buch mit sieben Siegeln. Den haben sie in der Zeit nur einmal gewonnen.

Siegreich nur bei der Premiere in Mannheim

Von 2006 bis 2015 wurde im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen gespielt und vor gut 10.000 Fans immer ohne die BR Volleys gefeiert, die nur einmal, 2014, dieses Endspiel erreichten, doch gegen Friedrichshafen 2:3 verloren. Seit 2016 findet die Party in der SAP-Arena Mannheim statt, wo die Berliner gleich bei der Premiere den TV Bühl 3:0 bezwangen. Doch danach setzte sich der Pokal-Fluch fort. Endspielniederlage gegen Friedrichshafen 2017, in der vergangenen Saison war gar im Viertelfinale nach einer 2:3-Heimpleite gegen Herrsching Schluss.

Nun droht den BR Volleys ein ähnliches Schicksal. Bei der SVG Lüneburg ist der deutsche Meister an diesem Donnerstag (18 Uhr, Sport1) Außenseiter, so merkwürdig das klingen mag. Zum einen wegen der Pokalhistorie. Zum anderen, weil die Berliner seit deren Aufstieg 2014 bei den Lüneburgern von sechs Vergleichen fünf verloren haben. Und schließlich, weil die Niedersachsen in prächtiger Form sind. In der Bundesliga hat der Tabellendritte vier Punkte mehr auf dem Konto als der -sechste aus der Hauptstadt.

Bei sechs Gastspielen fünf Mal verloren

Understatement wäre da fehl am Platz. „Die Spieler sind voller Selbstvertrauen“, sagt SVG-Trainer Stefan Hübner. Sein Kollege Cédric Énard hat mit dem neu formierten Berliner Team bisher keine Konstanz gefunden, verspricht allerdings: „Wir wollen von nun an immer unser gutes Gesicht zeigen.“ Dass der Druck mit dem Halbfinal-Aus noch größer werden würde, dürfte ihm bewusst sein. Geschäftsführer Kaweh Niroomand stellt klar: „Mit dem Finaleinzug hätten wir eines unserer Minimalziele erreicht.“ Gefeiert werden soll erst in Mannheim.

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