Volleyball

Die Volleys müssen sich größerer Konkurrenz stellen

In den vergangenen Jahren machten Friedrichshafen und Berlin die Meisterschaft unter sich aus - diese Saison ist es anders.

Der Manager der BR Volleys, Kaweh Niroomand.

Der Manager der BR Volleys, Kaweh Niroomand.

Foto: dpa

Berlin. Kaweh Niroomand, der Manager der Berlin Volleys, wünscht sich seit langem eine leistungsstarke Volleyball-Bundesliga mit mehr Spannung. Spätestens die klare 0:3-Niederlage des Hauptstadtclubs am Sonntag bei den Alpenvolleys Haching in Innsbruck machte klar, dass in dieser Saison als deutscher Meister nicht mehr nur wie in den letzten 20 Jahren stets die BR Volleys oder der VfB Friedrichshafen in Frage kommen. Niroomand reagiert auf die Situation gelassen: "Ich habe beim Volleyball immer zuerst die Brille für das große Ganze auf, bevor ich die Vereinsbrille aufsetze."

Mit Haching, den United Volleys Frankfurt, den Powervolleys Düren und der SVG Lüneburg sind in dieser Saison vier Vereine auf dem besten Weg, die zementiert scheinende Vormachtstellung von BR Volleys und Friedrichshafen zu brechen. Niroomand freut sich letztlich sogar über die gewachsene Konkurrenz. "Noch nie war unsere Sportart so präsent wie jetzt", sagt er und reklamiert für seinen Verein bei dieser Entwicklung die Vorreiterrolle: "Wir haben vorgemacht, wie man Volleyball hoffähig machen kann."

Niroomand weicht jedoch trotz des Erstarkens der Gegner nicht von seiner Zielvorgabe ab. "Natürlich versuchen wir trotzdem, deutscher Meister zu werden", erklärt er. Eine deftige 0:3-Pleite wie gegen Haching, ausgerechnet zwei Tage vor dem 66. Geburtstag des Managers, dürfte da nicht gerade zielführend sein.

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