Volleyball

Volleys überzeugen in der Champions League

Die BR Volleys gewinnen gegen die Belgier von Maaseik mit 3:1 und zeigen großen kämpferischen Einsatz.

Der Schmetterball von Moritz Reichert wird von den Frankfurtern geblockt

Der Schmetterball von Moritz Reichert wird von den Frankfurtern geblockt

Foto: pa

Der Start in die Champions League ist den BR Volleys geglückt: Vor 3950 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gewann der deutsche Volleyball-Meister in seinem ersten Gruppenspiel gegen den belgischen Champion Green­yard Maaseik mit 3:1 (25:23, 25:22, 18:25, 25: 18). „Dieser Sieg tut uns gut. Er ist ein Schritt vorwärts. Das Wichtigste aber“, sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „ist, dass wir diese drei Punkte erst mal im Sack haben.“ Ihr nächstes Spiel haben die BR Volleys am 20. Dezember bei Trefl Gdansk. Der dritte Kontrahent ist Skra Belchatow, der polnische Meister.

Der Plan war, nicht nur international mit einem Erfolg zu beginnen, sondern auch das enttäuschende 0:3 vom vergangenen Sonntag in der Bundesliga gegen Frankfurt vergessen zu machen. Dieses Vorhaben gelang überzeugend. Vor allem, was den kämpferischen Einsatz anging, waren die Berliner während der gesamten Spielzeit voll auf der Höhe. So machten sie Rückstände in den ersten beiden Sätzen wett, im zweiten brachte sie nicht einmal eine 0:7-Punkteserie vom 8:4 zum 8:11 aus der Fassung.

Mannschaft ist noch nicht eingespielt und muss sich finden

Auch im dritten Durchgang gaben sie nie auf und kamen vor allem durch gelungene Blockaktionen immer wieder heran. Auch wenn der Mannschaft nach wie vor anzumerken ist, dass sie noch nicht eingespielt ist, dominierte sie den entscheidenden Durchgang von Beginn an. Kyle Russell verwandelte den zweiten Matchball. Der Diagonalangreifer war mit 14 Punkten bester Berliner, gefolgt von Samuel Tuia und Adam White (je 13).

Erneut wurde sichtbar, dass die Mannschaft noch mitten im Prozess ist, sich zu finden. Zuspieler Jan Zimmermann zeigte sich verbessert, aber noch nicht immer sicher. Auf der Position des Diagonalangreifers muss Trainer Cédric Énard weiter zwischen Russell und dessen US-Landsmann Benjamin Patch hin- und herwechseln, weil keiner von ihnen konstant stark spielt. Und auch bei den Außenangreifern wechseln nach wie vor häufig Licht und Schatten.

So ist Niroomands Fazit zu deuten. Die Belgier muss man schlagen, wenn man in der Champions League bestehen will. Das ist gelungen und bringt Ruhe. „Wir brauchen noch Zeit“, wünschte sich der Geschäftsführer Geduld.

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