Volleyball

BR Volleys brauchen guten Start

In der Champions League stehen die BR Volleys gleich unter Druck. Gegen Maaseik können sie gewinnen. Jedenfalls dürfen sie nicht verlieren.

Berlins Trainer Cédric Énard erklärt seinem Zuspieler Jan Zimmermann, was jetzt zu tun ist.

Berlins Trainer Cédric Énard erklärt seinem Zuspieler Jan Zimmermann, was jetzt zu tun ist.

Foto: Peter Steffen / dpa

Berlin.  Die Ausgangslage erscheint verlockend. Skra Belchatow und Trefl Gdansk sind sicher keine einfachen Gegner, schon weil sie in der starken polnischen PlusLiga spielen. Doch aktuell belegen sie dort die Plätze fünf und neun. Auch der belgische Volleyball-Meister Greenyard Maaseik, der an diesem Donnerstag (19.30 Uhr) zum Auftakt der Champions-League-Gruppenphase in der Schmeling-Halle antritt, ist zwar ein sehr zu respektierender Kontrahent, doch es hätte schlimmer kommen können. Die Top-Favoriten des Wettbewerbs landeten bei der Auslosung nicht in der Gruppe der BR Volleys.

Die Heimspiele sind besonders wichtig

„Die Gruppe bietet uns Möglichkeiten“, sagt deshalb Berlins Kapitän Sebastian Kühner, „aber für das Weiterkommen sind gerade die Heimspiele sehr wichtig.“ Und der letzte Auftritt in der Schmeling-Halle ging am vergangenen Sonntag beim 0:3 gegen Frankfurt völlig daneben. „Wir müssen eine Reaktion zeigen“, fordert der 31-Jährige, „und wenn wir nicht an unsere individuelle Leistungsgrenze kommen, dann müssen wir bis zum Letzten kämpfen, um Maaseik das Leben schwer zu machen.“

Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in der Auslosung „Chance und Gefahr zugleich: Jeder kann in unserer Gruppe jeden schlagen“. Umso gravierender wäre eine Heimniederlage zum Auftakt. Zumal der neue Modus in der Königsklasse das Weiterkommen deutlich schwerer macht. Bisher kämpften 24 Teams in der Gruppenphase, zwölf kamen ins Play-off. Nun sind es noch zwanzig Klubs in fünf Vierergruppen. Ins Viertelfinale ziehen die vier Gruppenersten und die drei besten -zweiten ein.

In der Königsklasse sind Volleys nur Herausforderer

„Bei diesem Modus muss man froh sein, unter die besten Acht zu kommen“, sagt Niroomand, „wenn man bedenkt, dass dreimal Polen, dreimal Russland und dreimal Italien dabei ist, wird es schon eng.“ In deren Ligen sind Etats bis zu acht Millionen Euro nicht selten, Zenit Kasan, das zuletzt vier Mal in Folge die Champions League gewann, soll sogar über 15 Millionen verfügen. Da sind die BR Volleys mit ihren 2,5 Millionen nicht mehr als ein Herausforderer.

Auf der anderen Seite haben die Berliner in den vergangenen sechs Jahren die Gruppenphase fünf Mal überstanden und sind im anderen Jahr CEV-Cupsieger geworden. Wer das alles erreicht hat, will auch in dieser Saison nicht früh ausscheiden. Und wer vor eigener Kulisse schon so viele große Gegner besiegt hat, will keinen Fehlstart gegen Belgiens Meister erleben.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.