Volleyball

BR Volleys feiern ihr Jubiläum

Vor zehn Jahren zogen sie in die Schmeling-Halle, nun empfangen die BR Volleys als Zuschauerkrösus die United Volleys Frankfurt.

Kaweh Niroomand hat die BR Volleys zu einem Topverein in Europa geformt.

Kaweh Niroomand hat die BR Volleys zu einem Topverein in Europa geformt.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Berlin.  Moritz Reichert freut sich schon eine ganze Weile auf diesen Tag, seit Donnerstag noch ein bisschen mehr. Da gewannen die BR Volleys in Friedrichshafen 3:2. Und der 23-Jährige bekam die ersten Einsatzminuten in einem Pflichtspiel seines neuen Klubs, zu dem er im Sommer von Tours VB wechselte. Bislang konnte er aber wegen eines Bänderrisses in der Vorbereitung nur zuschauen. „Einen viel schöneren Start hätte es nicht geben können“, sagte er.

An diesem Sonntag (16 Uhr) gegen die United Volleys Frankfurt wird es vielleicht noch schöner. Die Schmeling-Halle wird gut besucht sein, wie so oft, seit der Verein vor zehn Jahren hier seinen ersten Auftritt riskierte. Experiment geglückt: Seither wurden die BR Volleys sechs Mal Meister, haben ihren Etat auf zweieinhalb Millionen Euro erhöht, erreichten das Final Four der Champions League. Vergangene Saison kamen fast 4700 Zuschauer im Schnitt zu den 21 Heimspielen. Bestwert für ganz Europa.

Felix Fischer als Erster in der neuen Ruhmeshalle

„Diese Atmosphäre und dieser Verein sind etwas ganz Besonderes“, sagt Reichert vor seinem Debüt daheim, „wie professionell hier gearbeitet wird. Wie das Drumherum funktioniert. Dazu der sportliche Erfolg.“ Der Emporkömmling gibt sich damit aber nicht zufrieden. Im Jubiläumsjahr wird jedes Heimspiel unter ein Motto gestellt, gegen Frankfurt heißt es passend „HappyBirthday“. Eine Ruhmeshalle wird eingeführt; als erster Spieler dort aufgenommen wird heute Felix Fischer (35), der über 500 Spiele für die Volleys absolvierte. „Wir haben viele große Spieler, die dort einen Platz verdienen“, sagt er. „deshalb macht es mich stolz, der erste zu sein.“

Nur darf bloß niemand erwarten, dass Frankfurt Geburtstagsgeschenke verteilt. Die Hessen qualifizierten sich erstmals für die Champions League und sind der Klub in Deutschland, der sich mehr als jeder andere in die Spur der Berliner begeben hat. Die BR Volleys hoffen sogar, dass weitere dem Beispiel folgen. Denn Spannung über das Duell Berlin gegen Friedrichshafen hinaus ist das, was der Volleyball-Bundesliga derzeit noch am meisten fehlt.

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