Volleyball

Volleys entführen Punkte vom Bodensee

Es sah schon aus, als würden die Berliner auch den zweiten Saisonvergleich gegen Friedrichshafen verlieren. Doch sie gewannen nach hartem Kampf 3:2.

Was für eine Freude: Adam White, Samuele Tuia, Kyle Russell und Dustin Watten haben in Friedrichshafen gewonnen.

Was für eine Freude: Adam White, Samuele Tuia, Kyle Russell und Dustin Watten haben in Friedrichshafen gewonnen.

Foto: Peter Steffen / dpa

Berlin.  Als der Matchball durch ein Ass von Adam White verwandelt war, legten Cédric Énard und seine Mannschaft ein kleines Tänzchen hin auf dem Parkett der ZF-Arena. Nach gut zwei Stunden harter Arbeit hatten die BR Volleys das Topspiel der Volleyball-Bundesliga vor 2875 Zuschauern mit 3:2 (25:18, 19:25, 25:27, 25:20, 15:8) beim VfB Friedrichshafen gewonnen. Trainer Énard hatte daran schon nicht mehr so richtig glauben können nach einem sehr ­schwachen zweiten und einem nur etwas besseren dritten Satz. Sein Kollege Vital Heynen hingegen, frisch gekürter Weltmeister mit Polens Nationalteam, sah sehr zufrieden aus.

Der Berliner Block steht exzellent

„Da schienen wir schon tot zu sein, haben sehr schlecht aufgeschlagen und nicht gespielt, wie wir können“, sagte der Franzose, „aber die Reaktion der Mannschaft hat mir gut gefallen. Vor allem im Block waren wir sehr gut.“ Gleich sieben Berliner Spieler punkteten bei der Abwehr gegnerischer Schmetterbälle – was sowohl die eigene Psyche stärkt als auch die des Kontrahenten angreift. 13:7 Blocks waren vermutlich der entscheidende Faktor in der Statistik.

Die meisten Punkte für die Gäste erzielten in dem Prestigeduell die Franzosen Samuele Tuia (23) und Nicolas Le Goff (15/vier Blocks), der Australier White (17) und der Amerikaner Kyle Russell (14). Vor knapp drei Wochen hatten die BR Volleys im Spiel um den Supercup, ebenfalls nach 1:0-Satzführung, noch mit 1:3 gegen Friedrichshafen verloren. Am Sonntag (16 Uhr/Schmeling-Halle) empfangen sie im nächsten Spiel die United Volleys Frankfurt.

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