Supercup

Für die BR Volleys sind nicht aller guten Dinge drei

Die Berliner verlieren im Supercup mit 1:3 gegen Friedrichshafen. Für die Volleys ist es schon die zweite Saisonniederlage.

Der BR Volleys (hinten) konnten nur den ersten Satz dominieren

Der BR Volleys (hinten) konnten nur den ersten Satz dominieren

Foto: Sebastian Wells / imago/Sebastian Wells

Hannover.  Der Supercup bleibt für die BR Volleys eine unerfüllte Liebe. Zum dritten Mal standen sie als Meister dem Pokalsieger VfB Friedrichshafen gegenüber, und zum dritten Mal mussten sie dem Dauerrivalen vom Bodensee den ersten Titel der Saison überlassen. Nur den ersten Satz konnten die Berliner unter ihrem neuen Coach Cédric Énard dominieren, am Ende verloren sie jedoch vor 5175 Zuschauern in Hannover mit 1:3 Sätzen (25:16, 18:25, 22:25, 20:25).

Zu Beginn stellten die beiden Berliner Franzosen, Nicolas Le Goff und Samuel Tuia, die Friedrichshafener vor massive Probleme. Bereits in seiner ersten Auszeit fragte VfB-Trainer Vital Heynen, ehemaliger Bundestrainer und aktueller Coach des Weltmeisters Polen, seine Spieler, warum sie „einen Fehler nach dem anderen“ machen? „Wollt ihr früh nach Hause?“ Die Provokation wirkte. Heynens Männer kämpften sich auf 16:14 heran, konnten den Satz aber nicht mehr drehen.

Wer schon auf einen ersten Supercupsieg der Berliner im Schnelldurchgang spekulierte, musste schnell umdenken. Das Team vom Bodensee schlug jetzt aggressiver auf, und die Zuspiele auf die Angreifer kamen schneller und präziser, stellten die Berliner in der Annahme zunehmend vor Probleme. Nach dem 14:16 war es jetzt der Gegner, der nicht mehr in Gefahr geriet. Nach dem 18:25 stand es nach Sätzen 1:1.

Nach dem erneuten Seitenwechsel dominierte Heynens Team die Partie noch deutlicher. Zwar konnten sich die Volleys nach einem 0:6 erst auf 9:13 und dann 22:24 heranarbeiten, am Ende ging aber auch der dritte Satz mit 22:25 verloren. Der Schwung der Aufholjagd hielt im vierten Durchgang nur bis zum 8:8. Auch ein jetzt stark aufspielender Benjamin Patch, einer der neuen Amerikaner der Berliner, konnte nicht verhindern, dass sich der Gegner abermals absetzte und die Partie nach Hause spielte. Für die Volleys war es nach dem 2:3 in eigener Halle beim Bundesliga-Auftakt gegen Düren schon die zweite Saisonniederlage.

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