Niederlage

BR Volleys patzen beim Heimstart gegen Düren

Die Volleys mussten sich Evivo Düren mit 2:3 geschlagen geben. Geschäftsfüher Kaweh Niroomand sucht das Positive in der Niederlage.

Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand

Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand

Foto: nph / Kurth / picture alliance / nordphoto

Berlin. Die Vorfreude auf ihr erstes Spiel vor eigenem Publikum war so groß gewesen bei den runderneuerten BR Volleys einschließlich Trainer Cedric Enard. Vor der Partie trug auch noch Robert Kromm die Meisterschale in die Schmeling-Halle und wurde von 7166 Zuschauern gefeiert. Der einstige Kapitän des Teams, der nach der vergangenen Saison seine Karriere beendet hat, brachte damit zugleich zum Ausdruck, welche Erwartungen an die Mannschaft gerichtet sind.

Aber einen Eindruck davon, wie schwer es wird, sie zu erfüllen, gab es gleich im ersten Heimspiel. Fünf Tage nach dem 3:0-Auftaktsieg beim Aufsteiger Hildesheim-Giesen unterlag der Titelverteidiger gegen Evivo Düren mit 2:3 (25:20, 21:25, 14:25, 25:16, 8:15). „Ich bin sehr enttäuscht, dass wir vor dieser tollen Kulisse keine bessere Leistung gezeigt haben“, sagte Enard.

Dabei hatte das Spiel ganz ordentlich angefangen. „Wir kontrollierten das Geschehen“, so der Franzose. Doch nach gutem Start verlor die Mannschaft plötzlich zwei Grundelemente des Volleyballs, den Aufschlag und die Annahme. In beidem zeigten die Berliner Schwächen, und Düren begann, dies zu nutzen.

Den zweiten Durchgang gewannen die Gäste noch knapp. Im dritten spielten die Gastgeber aber dann geradezu vogelwild, wirkten immer unsicherer und machten es ihrem Gegner leicht. Die auf sieben Positionen umbesetzten BR Volleys sahen wie klare Verlierer aus. Unter dem Jubel der Zuschauer rappelten sie sich noch einmal auf, agierten um den herausragenden Außenangreifer Kyle Russell (26 Punkte) im vierten Satz wieder wie aus einem Guss. Doch dann brach das neue Selbstbewusstsein im Tiebreak erneut in sich zusammen, die routinierten Dürener brachten die zwei Punkte für den Erfolg nach Hause. „Vielleicht“, sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „ist so eine Niederlage zu Saisonbeginn gar nicht so schlecht. Sie zeigt, wie viel Arbeit die Mannschaft noch vor sich hat.“

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