Trennung trotz Titel

Volleys-Trainer Serniotti verkündet seinen Abschied

Nun herrscht Gewissheit: Meistertrainer Roberto Serniotti wird die BR Volleys verlassen. Der Italiener geht stolz, aber auch mit Wehmut

Wohin führt ihn die Zukunft? Roberto Serniotti muss sich nach der Trennung von den BR Volleys  neu orientieren

Wohin führt ihn die Zukunft? Roberto Serniotti muss sich nach der Trennung von den BR Volleys neu orientieren

Foto: Sebastian Widmann / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Die Stimme des Meistertrainers war ein bisschen zittrig, als er sprach. "In mir ist große Freude über zwei wundervolle Jahre mit großen Erfolgen", sagte Roberto Serniotti (55) auf der Abschlussveranstaltung der BR Volleys im Vip-Raum der Schmeling-Halle auf Italienisch. Mannschaftskapitän Robert Kromm übersetzte. "Aber in mir ist auch große Traurigkeit, dass ich diesen großartigen Klub verlasse."

Team bleibt fast unverändert - Trainerfrage offen

Der Italiener sagte nicht "verlassen muss", aber es war schon vorher ein offenes Geheimnis, dass er gern geblieben wäre, der Klub jedoch mit einem neuen Trainer neue Wege gehen will. Dennoch bekam Serniotti neben warmen Abschiedsworten viel Applaus von den rund 400 Gästen.

Lang anhaltenden Beifall erhielt auch Geschäftsführer Kaweh Niroomand. Der 64-Jährige verkündete, dass die erfolgreiche Mannschaft fast unverändert in die nächste Saison gehen wird, die erst wieder im Oktober beginnt. Kromm, Paul Carroll, Sebastian Kühner, Graham Vigrass und Luke Perry haben noch gültige Verträge.

Zukunft von Ruben Schott weiter unklar

Mit dem serbischen Mittelblocker Aleksandar Okolic und dem kanadischen Außenangreifer Steven Marshall hat der Manager die Kontrakte um je zwei Jahre verlängert. Der 20-jährige Egor Bogachev soll in der neuen Spielzeit enger zum Profikader gehören. Fest steht seit Längerem der Abgang von Felix Fischer (Karriereende). Wouter ter Maat versucht einen Platz in der lukrativen südkoreanischen Liga zu ergattern. Kommt er nicht unter, würde er gern nach Berlin zurückkehren.

Noch nicht entschieden ist die Zukunft des kroatischen Zuspielers Tsimafei Zhukouski, der mit einem Wechsel ins südliche Europa liebäugeln soll. Die momentan wichtigste Personalie ist neben der offenen Trainerfrage jene um Ruben Schott. Den 22-jährigen Nationalspieler wollen die BR Volleys nach seiner beeindruckenden Entwicklung in den vergangenen Monaten unbedingt halten, aber der ist noch unentschlossen. "Ruben hat große Möglichkeiten, woanders zu spielen", weiß Niroomand, "aber da sprechen wir noch."

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