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BR Volleys verpassen in Rom die Medaille

Nach dem 0:3 gegen Zenit Kasan hat es für die Berlin Volleys auch gegen Lube Civitanova nicht gereicht.

Roberto Serniotti, Trainer der BR-Volleys

Roberto Serniotti, Trainer der BR-Volleys

Foto: dpa

Die BR Volleys kehren ohne Sieg und ohne Medaille vom Final Four der Champions League aus Rom zurück. Im Spiel um Platz drei unterlag der deutsche Volleyballmeister am Sonntag dem italienischen Spitzenteam Cucine Lube Civitanova mit 1:3 (27:29, 25:22, 21:25, 21:25). Wie schon beim 0:3 im Halbfinale gegen Titelverteidiger Zenit Kasan spielten die Berliner vor rund 10 000 Zuschauern lange auf Augenhöhe mit. "Von der Leistung her können wir zufrieden sein, von der Platzierung her nicht", erklärte Sebastian Kühner, der diesmal als Zuspieler agieren durfte.

"Wir haben gekämpft, wir haben gebissen", sagte Kapitän Robert Kromm. In den entscheidenden Szenen aber fehlten dem Außenseiter Kraft und Konzentration. Jetzt gilt alle Aufmerksamkeit dem zweiten nationalen Meisterschafts-Finalmatch am Mittwoch in eigener Halle gegen den VfB Friedrichshafen (Stand 0:1).

"Es war heute alles drin, aber am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt"

Die Berliner lieferten den Italienern einen harten Kampf. Im ersten Durchgang holten sie einen Vier-Punkte-Rückstand auf, vergaben aber fünf Satzbälle. Dank eines besseren Blockspiels vor allem von Aleksandar Okolic sowie der Durchschlagskraft von Paul Carroll ging der zweite Satz an die RB Volleys. Doch besonders die harten Angriffe des Bulgaren Zwetan Sokolow und des Kubaners Osmany Juantorena sorgten wieder für ein Übergewicht von Lube. "Wir hatten zum Teil echt Probleme in der Annahme. Die Enttäuschung ist natürlich jetzt drin. Wir müssen das ganz schnell abhaken", sagte Kromm.

Die Berliner hatten zwar nochmals die große Chance zum Satzausgleich. Sie führten im vierten Durchgang bereits mit 21:18. Der überragende Juantorena servierte dann aber zu sieben Punkten in Folge. Damit war die Chance, wie beim Heimturnier vor zwei Jahren die Bronzemedaille in der Königsklasse zu gewinnen, dahin. "Das war echt bitter. Es war heute alles drin, aber am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt", meinte Mittelblocker Felix Fischer.

Schon am Mittwoch müssen die Berliner nun zum ohnehin "wichtigeren Spiel" antreten, wie Manager Kaweh Niroomand die zweite Auflage des Playoff-Endspiels um die deutsche Meisterschaft bezeichnete. Verlieren die BR Volleys erneut gegen den Erzrivalen Friedrichshafen, würde das Team von Trainer Roberto Serniotti nach dem Triple im Vorjahr dieses Mal ohne Titel aus der Saison gehen.

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