Volleyball

BR Volleys spielen beim Final Four in Rom um Platz drei

Wie schon vor zwei Jahren war Zenit Kasan eine Nummer zu groß für die Berliner.

Foto: Michael Hundt / Matthias Koch / imago/Matthias Koch

Rom.  Die BR Volleys spielen beim Final Four der Champions League um Platz drei. Wie schon beim Turnier vor zwei Jahren in der Berliner Schmeling-Halle war bei der aktuellen Auflage im Halbfinale Zenit Kasan eine Nummer zu groß für den deutschen Volleyball-Meister. Die Mannschaft von Trainer Roberto Serniotti wehrte sich in Rom gegen den starken russischen Titelverteidiger lange Zeit aufopferungsvoll, konnte das 0:3 (21:25, 22:25, 13:25) aber schließlich doch nicht verhindern. Das Ziel Medaille bleibt aber für die BR Volleys. Für Kapitän Robert Kromm war es ohnehin "realistischer, dies im zweiten Spiel zu schaffen". Am Sonntag spielt Berlin gegen Cucine Lube Civitanova oder Sir Safety Perugia aus Italien um Platz drei.

Den viermaligen Champion ärgern und die Chance nutzen, wenn sie sich böte – das war die Marschroute des Außenseiters. Doch der folgte er nicht. Zwei Sätze lang war der Unterschied zwischen beiden Teams gar nicht so groß. Nur leisteten sich die Berliner in Durchgang eins sechs Fehlaufschläge, zu viele gegen ein Topteam wie Kasan, das zum siebten Mal in Folge im Final Four steht. Und im zweiten konnten sie eine 19:17-Führung nicht ins Ziel retten. Was aber nicht nur an ihnen selbst lag. Sondern vor allem an Wilfredo Leon.

Der Kubaner mit polnischem Pass war immer zur Stelle, wenn ihn seine Mannschaft brauchte. Wie beim 22:22 im zweiten Satz. Ein Schmetterball durch den Berliner Block hindurch, danach ein Ass in die Mitte des Feldes und gleich darauf noch ein Ass dicht an der Seitenlinie – Kromm und seine Mitstreiter war rat- und machtlos gegen diese Demonstration der Überlegenheit. Am Ende hatte der 23-Jährige 21 Punkte erschmettert, obwohl das Match ja nur drei Sätze dauerte und er im letzten weitgehend geschont wurde. Und weil bei den BR Volleys niemand eine herausragenden Vorstellung leistete, um dem etwas entgegenzuhalten, war die Partie nach 86 Minuten bereits vorbei.

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