Volleyball

BR Volleys und 5249 Fans feiern Felix Fischer

Die Berliner gewinnen das erste Play-off-Viertelfinale der Serie „best of three“ gegen den TV Bühl

Zu Ehren von Felix Fischer (M.) tragen die Kollegen der BR Volleys ebenfalls Stirnband

Zu Ehren von Felix Fischer (M.) tragen die Kollegen der BR Volleys ebenfalls Stirnband

Foto: imago sportfotodienst / imago/Sebastian Wells

Berlin.  Den meisten Spaß an diesem Abend hatte Felix Fischer. Das Lachen wollte nicht mehr aus seinem Gesicht. Die meisten der 5249 Zuschauer in der Schmeling-Halle trugen ebenso wie seine Mitspieler Stirnbänder – sonst das Markenzeichen des Publikumslieblings. Einen Strauß Blumen bekam er von Kaweh Niroomand überreicht, dem Geschäftsführer der BR Volleys, der ebenfalls ein solch kleines Textil an seinem Kopf trug. Nicht für sein 100., nicht für sein 250., nein, für sein 500. Spiel im Berliner Trikot wurde der 34-jährige Volleyball-Profi geehrt, von den Zuschauern gefeiert, von seinen Mitspielern abgeklatscht. "Ein Gänsehautgefühl", wie der Mittelblocker gegen Ende seiner 13. ­Saison und seiner Karriere bei den BR Volleys bekannte, "danke, dass ihr alle hier ward. Ich bin superstolz."

Dazu stimmte der sportliche Erfolg - zumindest vom Resultat her. Der deutsche Volleyball-Meister hatte im ersten Viertelfinale gegen den TV Bühl beim 3:1 (25:18, 25:16, 18:25, 25:18) im dritten Durchgang und Anfang des vierten Satzes weit mehr Probleme als erwartet. Kaum nachzuvollziehen bei der fehlenden Qualität der Bühler.

Generalprobe für die Champions League

Dennoch ist schwer zu glauben, dass es im zweiten Aufeinandertreffen der Serie nach dem Modus "Best of three" am nächsten Sonntag eine Pleite geben könnte. Viel bedeutsamer ist für die Berliner am Dienstag (19.30 Uhr) das Rückspiel in der Champions League gegen Istanbul BBSK. Dass sie dafür bereit sind, haben die BR Volleys gestern Abend vor allem in den ersten beiden Sätzen gezeigt.

Danach fiel die Leistung drastisch ab, was die eher simpel spielenden Gäste zu nutzen verstanden. Für Felix Fischer dennoch kein Grund traurig zu sein, ebenso nicht seine beiden vergebenen Matchbälle. Immerhin wird er nun vielleicht sogar im Guinness Buch der Rekorde auftauchen. Die 5249 Fans in der Halle waren die größte Zahl, die jemals als Gruppe Stirnbänder getragen hat. Zudem wählte Bühls Trainer Ruben Wolochin ihn zum Spieler des Abends. Gänsehaut pur.

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