Volleyball

Problemfall Kovacevic wird zum Problemlöser

Der Serbe steht bei den BR Volleys in der Kritik. Gegen Düren führte er seine Mannschaft aber im vierten Satz zum Erfolg.

Nikola Kovacevic (Nr. 5) wird von den Kollegen gefeiert

Nikola Kovacevic (Nr. 5) wird von den Kollegen gefeiert

Foto: imago sport / imago/Sebastian Wells

Berlin.  Vor zwei Wochen hat Nikola Kovacevic gesagt: „Meine Zeit kommt noch.“ Am Sonntag war es so weit. Der Serbe, der bislang kaum einen Einsatz im Trikot der BR Volleys erhielt, war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Berliner 3:1 (25:12, 25:18, 18:25, 25:21) gegen die SWD powervolleys Düren gewannen. „Nikola war heute sehr wichtig für uns“, sagte Volleys-Trainer Roberto Serniotti.

Eine Stunde sitzt er zunächst auf der Bank

Zunächst saß der zuletzt wegen seiner schlechten physischen Verfassung in der Kritik stehende Kovacevic eine Stunde auf der Bank. Auch ohne ihn waren die Volleys dem Tabellenvierten in allen Bereichen überlegen. Allein im ersten Satz blockten sie den Gästen fünf Bälle vor die Füße. Kovacevic und die anderen Ersatzspieler waren derart begeistert, dass sie zum Einspieler „Mein Block“ von Sido fröhlich hin und her wippten.

Dann aber kämpfte sich Düren zurück. Die Berliner wurden plötzlich unsicher und scheiterten nun selbst vermehrt am gegnerischen Block. Düren zog 20:14 davon und bescherte den Volleys den ersten Satzverlust dieser Saison. „Wir brauchen solche Situationen“, sagte Serniotti. „Bislang haben wir meist allein gespielt, jetzt mussten wir Probleme lösen.“

Am Ende stehen zehn Punkte zu Buche

Die Lösung hieß in diesem Fall Kovacevic, den Serniotti am Ende des dritten Satzes für Steven Marshall einwechselte, und der sich bis zum Spielende mit zehn Punkten in die Statistik eintrug. Immer wieder gelangen dem Serben raffinierte Punkte, mal schlug er den Block an oder er spielte den Ball geschickt ins hinterste Eck. „In schwierigen Situation muss man sich etwas einfallen lassen“, sagte er. „Draufhauen ist nicht immer die beste Lösung.“

Auch dank ihm konnten die Berliner ihren Vorsprung als Tabellenführer nun weiter ausbauen. Nach Wouter ter Maat ist Kovacevic der nächste Beweis für die Vielfalt im Kader der BR Volleys.